Made in Dagenham

Film zum Weltfrauentag

Der Film basiert weitgehend auf Tatsachen und schildert das Lebensgefühl in Dagenham, einem Londoner Vorort, der seinerzeit von Ford geprägt wurde wie Paderborn durch die katholische Kirche: Eine Stadt, in der nichts ohne die Fordwerke läuft. Rita, eine der Hauptakteurin, und ihre Kolleginnen arbeiten unter miesen Bedingungen und für noch schlechtere Bezahlung als ihre männlichen Kollegen. Im Mittelpunkt des Films steht der Streik dieser Frauen. Am Ende verbesserte der Streik nicht nur die Arbeitsbedingungen in der Fabrik, sondern die Stellung der Frauen im ganzen Land.

Am Freitag, den 7. März 2014 um 20h im Infoladen Paderborn, Leostr. 75

Auf nach Hamburg!

Die Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ lädt zur Groß-Demonstration am Samstag, den 1. März. In ihrem Aufruf schreiben sie:

Ohne den NATO Krieg in Libyen wären wir nicht in Europa. Wir sollen jetzt auf Europas Straßen leben und sterben, aus Sicht des Senats möglichst nicht in Hamburg sondern besser in Italien. Und wenn die Gesetze dies sagen, dann sind sie rassistische Gesetze. Und eine Gesellschaft, dies das akzeptiert, muss sich rassistisch nennen.
Aber zusammen können wir lernen, Rassismus zu überwinden und die kolonialen Ketten zu zerreißen.

Der Umzug soll mit möglichst vielen verschiedenen Installationen und Skulpturen die Inhalte des Protests visualisieren. Weltwirtschaft, Krieg, Flucht, Vertreibung, Lagersystem, rassistische Staatsgewalt, Widerstand, Solidarität, Basisgemeinschaften sind einige Stichworte zu denen kreative Darstellungsformen gesucht werden. Live-Music-Acts sindebenfalls Teil des Programms.
Los gehts um 13°°Uhr Hamburg-Hbf, Hachmannplatz

Mehr Infos: http://www.lampedusa-in-hamburg.org/

Zum Hintergrund:

Die Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ eint ein gemeinsames Schicksal:

Sie sind alle aus verschiedenen Ländern, zu verschiedenen Zeiten und aus verschiedenen existenziellen Gründen nach Libyen gegangen. Dort haben sie gelebt und gearbeitet – auch noch als bereits Kämpfe zwischen Rebellengruppen und Regierungskräften ausgebrochen waren. Mit dem Eintritt der NATO in den Konflikt eskalierte der Krieg im ganzen Land und zwang tausende zur lebensgefährlichen Flucht übers Mittelmeer.

In Italien angekommen wurden sie im Rahmen des EU-Programms “Notstand Nordafrika” (emergenza nordafrica) minimal versorgt. Sie durchliefen den Prozess der Einzelverfahren und erhielten Aufenthalt und italienische Dokumente, die ihren Schutzstatus garantieren. Aber kurz danach wurde das Notprogramm beendet. Die italienischen Behörden setzten sie im Winter 2012 auf die Straße, erklärten, dass es keine Lebensperspektive dort für sie mehr gäbe. Sie wurden aufgefordert in andere Länder der EU zu gehen. Einige erreichten Hamburg und kamen vorübergehend im Winternotprogramm der Stadt unter. Als dieses im April 2013 schloss, wurden die Geflüchteten einfach auf die Straße gesetzt. Dort organisierten sie sich und begannen den Kampf um ihre elementaren Menschenrechte und ein Bleiberecht, dessen Ende Monate später immer noch nicht absehbar ist.

Anti-Sexismus-Workshop

In dem Workshop „Sexismus & sexualisierte Gewalt“ wollen wir gemeinsam der Frage nachgehen, was Sexismus eigentlich genau ist und wie dieser entsteht. Weiter möchten wir den Umgang mit Sexismus/ sexualisierter Gewalt in linken Räumen/ Strukturen thematisieren und zusammen mit euch Handlungsstrategien erarbeiten.

Was ist Sexismus/ Wie entsteht Sexismus?
Beispiele für Sexismus im Alltag
Was ist (sexualisierte) Gewalt?
Malestream Definition von Macht
Aktuelle Diskussion/ Medien
Zahlen zum Thema
Konzept der Definitionsmacht
Wie geht man als Unterstützer_ in um?

Organisiert von der Feministischen Antifa Bielefeld.

Am Freitag, den 28. Februar 2014 um 20:00 Uhr im Infoladen Paderborn, Leostr. 75

Film: Carla’s Song

Carla’s Song ist ein Spielfilm des britischen Regisseurs Ken Loach aus dem Jahr 1996. Er erzählt die Geschichte des post-revolutionären sandinistischen Nicaragua.
In Glasgow verliebt sich Busfahrer George (Robert Carlyle, der Randalierer Begbie aus „Trainspotting“) in die Schwarzfahrerin Carla. Auf der Suche nach ihrem verschollenen Lover reisen beide in Carlas Heimat, das kriegszerrüttete Nicaragua.

Am Freitag, den 7. Februar 2014 um 20.00 Uhr im Infoladen Paderborn, Leostr. 75.

Diskussionrunde Antiziganismus

Antiziganismus ist geprägt von Stereotypen, die Roma und Sinit Eigenschaften zuschreiben, wie z.B. „ewiges Wandern“. Sie werden mit Vorurteilen etikettiert wonach sie Arbeitsscheu wären, eine kriminelle Veranlagung hätten. Ebenso werden sie als dreckig, feige, hinterhältig und unzuverlässig beschrieben. Antiziganistische Stereotype beinhalten in Hinsicht auf die Körperlichkeit von Roma und Sinti physiognomische Merkmalszuschreibungen wie schwarzes Haar, schwarz „blitzende“ Augen, dunkle Hautfarbe und unregelmäßige Gesichtszüge. Deutlich wurde dies im Oktober 2013, als in Irland und Griechenland Roma zu unrecht vorgeworfen wurde sie hätten Kinder entführt.
In Duisburg ist ein vorwiegend von Zuwander*innen bewohntes Hochhaus in Duisburg-Bergheim (‚In den Peschen‘) zum Symbol für den Antiziganismus modernster Spielart geworden. Die mediale Problematisierung der „Armutszuwanderung“ aus Osteuropa wurde und wird zum Vorspiel von rassistischen Kundgebungen. Seit Anfang August 2013 ist die gewaltbereite rassistische Stimmung gegen die Zugewanderten, von denen viele Roma sind, offen ausgebrochen. Bundesweite Beachtung fanden bisher nur wenige Ereignisse, darunter auf Facebook gepostete Morddrohungen und ein Brand in einem von Roma bewohnten Mehrfamilienhaus im Oktober 2013. Anhand von Veröffentlichungen möchten wir an diesem Abend diskutieren und überlegen welche Konsequenzen für unsere antirassistische Arbeit aus der Dynamik der Ereignisse zu ziehen sind.
Hier einige Texte, die als Grundlage der Diskussion dienen können. Gerne können Sie ergänzt werden.
http://www.lotta-magazin.de/pdf/38/L38_Antiziganismus.pdf
http://www.bpb.de/apuz/33277/bilder-und-sinnstruktur-des-antiziganismus?p=all
http://gduz.blogsport.de/2013/10/03/redebeitrag-in-berlin-hellersdorf/
http://www.diss-duisburg.de/2013/11/wir-sind-rheinhausen/

Am Freitag, den 14.02.2014 um 20:00 Uhr im Infoladen Paderborn, Leostr. 75

RABATZ – und der böse Blick

Pressemitteilung

Am 9. Januar 2014 findet um 10 Uhr erneut eine Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht Paderborn, Saal 100, gegen den RABATZLER Frank Gockel statt. Dieses Mal geht es um den Vorwurf der Beleidigung und des „demonstrativen Schauens“.

Im Herbst 2007 wurde in Paderborn ein altes Bahngebäude besetzt und als autonomes Kulturzentrum umgestaltet. Nach der Räumung am 07.11.2007 gab es viele Strafverfahren, die mit wenigen Tagessätzen oder Freisprüche endeten. Unter anderem musste sich Frank Gockel, Sprecher der RABATZER, sich sieben Mal vor dem Gericht verantworten und wurde insgesamt zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt.

Nun steht erneut ein Verfahren gegen Gockel an. Am nächsten Donnertag wird vor dem Amtsgericht verhandelt, ob er auf eine Demonstration im Rahmen der RABATZ-Aktionen das Wort „Bulle“ in einem Redebeitrag gesagt haben soll.
Außerdem soll er auf der Demonstration demonstrativ Polizeibeamte angesehen haben.

Es ist fraglich, ob Gockel den Begriff „Bulle“ tatsächlich benutzt hat, nur einer der zahlreich eingesetzten Beamten will das Wort gehört haben. Aber selbst wenn, wäre zu klären, in welchen Kontext es geschehen ist und ob es sich überhaupt um eine Beleidigung handelt. Zu der Frage des demonstrativen Schauens sagt Gockel: „Ich dachte, eine Verurteilung wegen „dem bösen Blick“ gäbe es seit der Hexenverfolgung nicht mehr. Ich hoffe, dass Paderborn nicht im Mittelalter stehen geblieben ist.“

Gockel vermutet, dass der Grund tiefer liegt. Durch seine politischen Aktivitäten und auch die streitbare Art der Prozessführung ist er der Staatsanwaltschaft ein Dorn im Auge. Ein solches Verfahren wäre gegen eine andere Person wohl kaum betrieben worden, glaubt Gockel. Er rechnet für das anstehende Verfahren allerdings damit, freigesprochen zu werden.

Wir rufen dazu auf, dem Prozess beizuwohnen, um Solidarität zu zeigen! Kommt zahlreich!