Filmvorführung: Aus einem deutschen Leben

Zum Jahrestag der Beifreiung von Auschwitz wollen wir den Film “Aus einem deutschen Leben” zeigen. Dieser handelt von Rudolf Höß, SS-Offizier und Kommandant des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Dabei steht im Vordergund, wie es dazu kommen kann, dass Menschen sich an Völkermord und anderen (nationalsozialistischen) Verbrechen beteiligen.

Einführung in die Kapitalismuskritik

Fakt ist auf dieser Welt gibt es jede Menge Elend: Umweltzerstörung,Armut, miese Arbeitsbedingungen, giftiges Essen, Hunger, etc. Außerdem gibt es jede Menge Erklärungensversuche: gierige Manager seien das Problem, korrupte Politiker wären schuld, das sei alles ein Test des lieben Gottes, der Kapitalismus sei schuld.

Wir wollen uns in dem Workshop anschauen warum es das kapitalistische Wirtschaftssystem ist, das immer wieder notwendig zu Elend und Unfreiheit führt. Wir wollen uns auch die verschiedenen Vorstellungen vom Kapitalismus die unterschiedliche Linke Strömungen haben, anschauen und gemeinsam mit euch diskutieren welche uns davon Überzeugen und welche nicht. Dabei geht es uns nicht darum dogmatische Wahrheiten zu verkünden, sondern in in der Diskussion gemeinsam etwas über diese Welt und ihre Ordnung zu lernen.

Der Vortrag ist so konzipiert, dass kein Vorwissen nötig ist, sondern jede*r kommen und mitdiskutieren kann.

Referent_innen: redcial M – antinationale Gruppe

Abschottung, Ausgrenzung und Abschiebung – Was bedeutet Kirchenasyl in der Praxis?

  • 18:30 Vortrag Benedikt Kern
  • 19:45 Gesprächsrunde, Vernetzung & Diskussion

Benedikt Kern vom Netzwerk Kirchenasyl Münster trägt vor:

Im „Sommer der Migration 2015“ gab es in Deutschland eine Welle der Solidarität, die viele Menschen in der Zivilgesellschaft in Bewegung gebracht hat. Seitdem ist allerdings das Asylrecht massiv eingeschränkt worden, die Grenzen geschlossen und die Abschiebemaschinerie auf Hochtouren.

Besonders die innereuropäischen Abschiebungen nach der Dublin-Verordnung in die Einreiseländer werden immer konsequenter durchgesetzt – mit der Folge, dass immer mehr Geflüchtete ohne Perspektiven in den EU-Grenzländern in die Obdach- und Arbeitslosigkeit gedrängt werden.

Für viele Menschen ist dies der Anlass dazu, Geflüchtete entschieden zu schützen. Eine Möglichkeit hierfür ist die oftmals letzte Chance des Kirchenasyls: Die angespannte
Abschiebepraxis hat im letzten Jahr dazu geführt, dass es immer mehr Kirchenasyle gibt, um Abschiebungen zu verhindern. In NRW gibt es derzeit ca. 80 Kirchenasyle mit
über 100 Schutzbedürftigen. Doch diese Praxis des zivilen Ungehorsams von Kirchengemeinden ist zugleich immer umkämpfter – nicht erst durch den Scharia-Vergleich des Innenministers de Maizière. Dass diese solidarische Praxis dennoch aufrecht erhalten wird, hat einen triftigen Grund: es geht um nichts geringeres als den Schutz von Menschenrechten, die in Europa durch Abschottung, Ausgrenzung und Abschiebung ganz besonders gefährdet sind…

Vortrag: Rape culture – was geht mich das an?

Ein Vortrag der Feministische Antifa Osnabrück:
In dem Vortrag wollen wir den Begriff Rape Culture näher beleuchten. Wir wollen anhand von Beispielen aufzeigen, wo sich Rape Culture im Alltag wiederfinden lässt und welche Bedingungen es für Rape Culture gibt (geben muss). In dem Vortrag gehen wir auf die Auswirkungen, die ein Leben in solch einer Kultur mit sich bringt ein und möchten erarbeiten, welche Gegenstrategien möglich sind. Triggerwarnung: Der Vortrag behandelt das Thema sexualisierte Gewalt und Vergewaltigung, wir verwenden explizite Sprache.

Pfadfinder zwischen Tradition und Fortschritt – Lesung mit Jürgen Fiege

Pfadfinder zwischen Tradition und Fortschritt – Lesung mit Jürgen Fiege

Am 16. Nov. 2017 um 19.00 Uhr findet im BDP-Infoladen Paderborn (Leostr. 75 ) eine Lesung aus dem Buch von Jürgen Fiege: „Pfadfinder zwischen Tradition und Fortschritt“ statt. Der Autor trägt drei Kapitel daraus vor und stellt sich anschließend der Diskussion mit dem Publikum.

Aus dem Klappentext: „Pfadfinder bleibt man ein Leben lang.“ Das war die Parole in der Jugend des Autoren Jürgen Fiege. Dahinter verbarg sich der Absolutheitsanspruch der Pfadfinder-Ideologie: Pfadfinder-Gesetz und -Versprechen als moralische Leitlinie für die eigene Lebensgestaltung. Nachdem der ideologische Ballast in den 60er Jahren abgeworfen wurde, schien dieser Wahlspruch passé zu sein.

Vor allem die kritische Auseinandersetzung mit Ideologie, in diesem Fall der Pfadfinder-Ideologie, hat Jürgen Fieges Wahrnehmung geschärft und ein Instrumentarium für Theoriearbeit zur Verfügung gestellt.

Fast sechs Jahrzehnte nach seinem Eintritt in den BDP hat der Autor seine Erfahrungen und Erlebnisse reflektiert und aufgeschrieben. Dabei hat er in der zeitlichen Distanz vieles neu bewertet. In der ganzen Zeit gab es weder im BDP noch in seiner Biografie Stillstand. Auch das ist ein Ergebnis der kritischen Betrachtung und Bewertung von Altgewohntem.

Der Text verbindet den Erfahrungsbericht mit einer Dokumentation. Es ist ein Lesebuch, nicht dazu gedacht, von Anfang bis Ende in einem Rutsch gelesen zu werden. Sondern der Leser kann nach und nach schmökern. Es lädt ein zum Blättern und Stöbern. Es umfasst die Zeit vom Ende der 50er bis Ende der 70er Jahre. Die Texte folgen nicht ausschließlich einem chronologischen System, sondern sind thematisch geordnet.“

Dokumentation: The truth lies in Rostock

Dokumentation: The truth lies in Rostock

Vor 25 Jahren tobte der Deutsche Mob in Rostock Lichtenhagen und verübte ein Pogrom unter Jubel der AnwohnerInnen gegen eine Geflüchtetenunterkunft.


Die Dokumentation „The truth lies in Rostock“ beschäftigt sich aus zeitgenössischer Perspektive mit dem Pogrom.


Am Freitag, den 20.10. um 20 Uhr möchten wir uns diese Doku zusammen ansehen und im Anschluss über die Konsequenzen von damals und unsere heutige Veranstwortung diskutieren.