Zwei Veranstaltungen diese Woche


Krise(npolitik) in Europa

Ob in Griechenland, in Italien, in Spanien oder in Portugal – die von der EU geforderten »Strukturanpassungsmaßnahmen« zielen alle in die gleiche Richtung: Neben harten, sozialen Einschnitten sollen Arbeiterrechte und Mittel der Gegenwehr eingeschränkt oder beseitigt werden. „Griechenland ist die Ratte im europäischen Reform-Labor“, so Apostolos Kapsalis vom Forschungsinstitut des griechischen Gewerksschaftsbundes GSEE. „Hier wird geprüft, was an Abbau so geht.“
Griechenland befindet sich sei vier Jahren in einer Rezession. Steigende Preise, massive Einschnitte in die Masseneinkommen, wachsende Steuerbelastung, dramatisch steigende Arbeitslosigkeit… die griechische Gesellschaft zeigt akute Zersetzungserscheinungen. Den meisten Menschen geht es schlechter, als sie es sich je vorstellen konnten – und vor allen Dingen: es ist kein Boden in Sicht. Das Bruttoinlandsprodukt ist seit Beginn der Krise um 16 Prozent geschrumpft, allein letztes Jahr um sieben Prozent – 2012 wird noch einmal dasselbe erwartet.

Am Donnerstag, 14. Juni, 19:00 | Diskussion

Containern

Unter den Personen, die sich von Container-Abfall ernähren, sind bedürftige Menschen und politische Aktivisten, die auf diese Weise ein Zeichen gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln in großen Mengen setzen wollen. Containern ist die bekannteste Praxis des Freeganismus und ein fixer Teilbereich dieser Lebensweise, die auf weitgehender Konsumverweigerung und einer Boykottierung der sogenannten Wegwerfgesellschaft beruht.
Vortrag usw. zu Theorie, Praxis, Erfahrungen…

Am Freitag, 15. Juni, 20:00 | Vortrag

Beides im Infoladen, Leostr. 75

Critical Mass

Infoveranstaltung

Critical Mass ist eine international verwendete Aktionsform, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Protestfahrten durch Innenstädte mit ihrer bloßen Menge und ihrem konzentrierten Auftreten auf ihre Belange und Rechte gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam zu machen.

Am nächsten Freitag, den 08. Juni um 20:00 Uhr im Infoladen, Leostr. 75

Der Juni ist da!

… und mit ihm das Programm im Infoladen. Los gehts erstmal mit einer Kneipe am Freitag, den 01. Juni ab 20:00: Konterbier&Kontercola. Der Abend nach dem Sommerfestival!

Und dirket am Samstg, 02. Juni um 20:00 Uhr startet Filmriss, mit einem Monty Python Special!

Und das alles für lau im Infoladen, Leostr. 75.

Sound Of Noise

Film

Sechs verrückte Schlagzeuger terrorisieren die Stadt mit einer Symphonie der anderen Art. Zum Musizieren ist ihnen jedes Mittel recht, Hauptsache es verursacht Geräusche. Dabei machen sie selbst vor Krankenhaus-Patienten, Geldscheinen und Strommasten nicht halt. Immer mit dabei: Ein tickendes Metronom, das schon bald einen musikhassenden Polizisten auf den Plan ruft, der für Ruhe sorgen will.

Am nächsten Freitag, den 25. Mai um 20:00 im Infoladen, Leostr. 75

Krisenpolitik & freie Software

In dieser Woche wollen wir euch zu Veranstaltungen einladen:

Am Donnerstag, den 10. Mai geht es ab 19:00 um die Krise und die europäische Krisenpolitik. Wir wollen uns ansehen, welche Angriffe auf Arbeiterinnen und Arbeiter in den einzelnen europäischen Ländern zur Zeit geschehen. In einer anschließenden Diskussion können wir versuchen, Erklärungen für die gegenwärtige Entwicklung zu finden.

Als Einstieg in die Thematik wird der unten stehende Text eines Flugblattes, das am 1. Mai in Paderborn verteilt wurde, empfohlen.

Am Freitag, den 11. Mai zeigen wir um 20:00 den Film „Revolution OS“:

Der Film führt einen nahtlosen geschichtlichen Bogen über die Evolution von GNU/Linux, von den Anfängen – als Software auf Papierbändern zum Preis eines Biers kopiert wurde und Bill Gates in den 70ern anfing, proprietäre Programme in BASIC für von Computerhobbyisten verwendete Kleinstcomputer zu schreiben und diese in einem bitterlichen Brief aufforderte, Software zu kaufen statt zu tauschen – bis zu Richard Stallman und einer Beschreibung dessen, was ihn motivierte, seine Stelle am MIT aufzugeben und sein Leben fortan der Entwicklung freier Software zu widmen.

Beide Veranstaltungen finden statt im Infoladen, Leostr. 75 und sind kostenlos!

Flugblatt, 1.5.12 Paderborn:

Gegen europaweiten Lohnraub helfen keine Appelle, sondern nur kompromisslose Kämpfe gegen Sozialabbau!

In deutschen Vorstandsetagen rühmt man sich, dass kein Land so gut durch die Krise gekommen ist wie Deutschland. Der Profit der 30 Dax-Konzerne überstieg im letzten Jahr erstmals die Schwelle von 100-Milliarden €. Prognosen sehen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen in diesem Jahr wieder auf Vorkrisenniveau; das bedeutet eine Zunahme von fast 40 % seit 2000.

Die Reallöhne sind in Deutschland im gleichen Zeitraum um 4,5 % gesunken; bei den unteren 30 % der Beschäftigten betrug dieser Rückgang sogar zwischen 16 und 22 %. In Schweden, Norwegen und Finnland stiegen dagegen die Reallöhne um 15 – 25 %, in Frankreich, der Schweiz und Dänemark immerhin noch zwischen 8,5 und 10 %. Mehr lesen

Das Mai-Programm ist da!

Wir haben wieder ein paar interessante Veranstaltungen im Angebot. Einfach mal reinschauen!

Hier ist das Programm: http://www.bilder-hochladen.net/files/jg83-3-eccb-png.html

Und los gehts am kommenden Freitag, 04. Mai um 20:00 Uhr:

    Braunkohle!? Nein danke!

Zwangsumsiedlungen?! Zerstörung ganzer Landschaften!? Das ist Realtiät in Deutschland! Angetrieben von dem Wunsch nach stetigem Wirtschaftswachstum und dem Märchen des fehlenden Stroms durch den Atomkraftaustiegs wird Braunkohle von allen Seiten gefördert. Was steckt genau dahinter? Und was können wir tun um dies zu verhindern?

computer&sicherheit

Informationsveranstaltung

Das „web 2.0“ hat in den letzten Jahren wegen seines großen Mobilisierungspotentials auch bei linken Gruppen Einzug gehalten, doch wer sich politisch und staatskritisch engagiert, dem droht immer die Gefahr durch staatliche Repressionsorgane überwacht zu werden. Da im Internet besonders mangelndes technisches Verständnis und Leichtsinnigkeit die Überwachung erleichtern, werden in diesem Workshop einige „Sicherheitslücken“ verständlich erklärt und Programme vorgestellt, die dabei helfen die Überwachung zu erschweren.

Am nächsten Freitag, den 27. April um 20:00 Uhr im Infoladen, Leostr. 75

Und dann der Regen

Film

Der junge spanische Regisseur Sebastián, idealistisch und filmbesessen, will den großen, wahrhaftigen Film über Kolumbus drehen: nicht den heroischen Entdecker zeigen, sondern die brutale Eroberung eines Kontinents, die Gier nach Gold, die Ermordung und Versklavung der indianischen Bevölkerung, ihren Widerstand.

Weil das Budget äußerst knapp ist, hat Sebastiáns Produzent Costa das bolivianische Cochabamba als Drehort ausgewählt. Das liegt zwar in den Anden, weit entfernt von der Karibik, dem historischen Ankunftsort von Kolumbus. Aber die Produktionskosten sind äußerst günstig, sogar die Gagen der indianischen Statisten für die spektakulären Massenszenen kann man sich hier leisten.

Die Dreharbeiten laufen ausgezeichnet, bis in Cochabamba soziale Unruhen ausbrechen. Die Wasserversorgung der Region wurde an einen internationalen Konzern verkauft, der nach rigorosen Preiserhöhungen nun sogar das Auffangen von Regenwasser untersagt hat. Die Proteste der lokalen Bevölkerung eskalieren zum offenen Aufstand.

Die spanische Filmcrew um Sebastián und Costa kann den aktuellen Konflikten nicht ausweichen: Ausgerechnet ihr indianischer Hauptdarsteller Daniel ist einer der Anführer des Wasseraufstands.

Am kommenden Freitag, den 20. April um 20:00 Uhr im Infoladen, Leostr. 75.

Woche gegen Antisemitismus in Paderborn

Woche gegen Antisemitismus

Programm als pdf

10. April, 19:00

Hörsaal C2, Uni

„Defamation“
Dokumentarfilm und Diskussion

„Defamation“ ist ein unkonventioneller Dokumentarfilm, in dem sich der israelische Filmemacher Yoav Shamir weltweit auf die Suche nach modernen Erscheinungsformen des Antisemitismus begibt und darstellt, wie Jüdinnen und Juden heute damit umgehen. Er führt auf seiner Reise diverse Gespräche und tangiert unter anderem die kritische Frage der Grenzziehung zwischen Antisemitismus und legitimer Kritik an der Politik des Staates Israel.
Dauer: ca. 93 min. Sprache: Englisch

11.April, 19:00

Hörsaal C2, Uni

Wie der Antisemitismus in die Köpfe kam und dort blieb
Vortrag und Diskussion

Der Antisemitismus führte im „Dritten Reich“ zum Holocaust, einer Politik des Völkermordes, die in der Geschichte einzigartig ist. Doch wo liegen seine Wurzeln in Deutschland und wie hat sich diese Geisteshaltung nach der Befreiung vom Nationalsozialismus bei großen Teilen der deutschen Bevölkerung weiter gehalten? Auf diese Fragen geht der Paderborner Soziologe Prof.Dr. Arno Klönne in seinem Vortrag ein. Anschließend wird es die Möglichkeit zur Diskussion geben.

12. April, 19:00

BDP Infoladen, Leostraße 75

Geschichte Jüdischen Lebens in Paderborn
Vortrag

Die Historikerin Margit Naarmann ist nicht nur eine der kenntnisreichsten Historiker*innen des jüdischen Lebens in der Neuzeit in Deutschland. Das Leben und insbesondere das Leben und die Verfolgung von jüdischen Erwachsenen und Kindern in Paderborn waren und sind Thema vieler ihrer Veröffentlichungen. Auch der persönliche Kontakt zu Überlebenden des Holocaust gibt ihren umfassenden Kenntnissen einen besondere Stellenwert.
In ihrem Vortrag berichtet sie eindrucksvoll über jüdisches Leben in Paderborn vor der Shoah.

13. April, 20:00

Caféte Kulturwerkstatt

Di Chuzpenics (Klesmer/Kiel)
& Support
Konzert
VVK 5€ / AK 7€

Lieder über Liebe, Armut und so manchen Tunichtgut, Tänze voll schwelgender Wehmut und schelmischem Übermut: Klesmer-Musik lebt da, wo Menschen sind – im alten jüdischen Zentrum Krakau ebenso wie im Waschsalon nebenan.
„Di Chuzpenics“ spielen jiddische Musik in ihrer ganzen Bandbreite und Bodenständigkeit. Vielfältiger Klesmer ohne Klarinette!

14. April, 14:00

Jüdischer Friedhof, Warburger Straße

Begehung des Jüdischen Friedhofes unter Leitung der Christlich-Jüdischen Gemeinde Paderborn.

14. April, 16:00

Hörsaal H5, Uni

Zeitzeugengespräch mit dem Auschwitz-Überlebenden Hugo Heinemann
Vortrag

Hugo Heinemann, 86, aus Rheda-Wiedenbrück, berichtet über die Hölle von Auschwitz, die er als jugendlicher durchleben musste. Als einer der wenigen noch lebenden Opfer des Terrorregimes kann er zutiefst beeindruckend Zeugnis über die Verhaftungen, Arbeits- und Konzentrationslager, sowie die Todesmärsche ablegen.

10.-23. April

Eingangsfoyer, Uni

„Man hat sich hierzulande daran gewöhnt …“ Antisemitismus in Deutschland heute
Ausstellung

Die Wanderausstellung informiert über die Gefahren und Bedrohungen durch aktuellen Antisemitismus. Um die Wahrnehmung für dieses Problem in der Bevölkerung zu schärfen, wird die Alltäglichkeit des Antisemitismus aufgezeigt. Die Ausstellung thematisiert jedoch auch neue Formen von Antisemitismus wie beispielsweise den islamistischen Antisemitismus. Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung ist die Frage, was man konkret gegen Antisemitismus unternehmen kann.

10.-12. April

Eingangsfoyer, Uni

Diskussionswand zum Thema Antisemitismus
Interaktion

Antisemitismus. Ein Thema, das seit 1945 mehr oder minder der Vergangenheit angehört? Ist das wirklich so? Was verbindest du diesem Wort? Hier kannst du deine Gedanken, Gefühle und Erfahrungen aufschreiben.
Am Donnerstag in der Mittagspause von 13-14 Uhr werden die Ergebnisse der Wand im
Mensafoyer vorgestellt.

Die Woche gegen Antisemitismus ist ein Gemeinschaftsprojekt des BDP Infoladen Paderborn, des AStA der Uni Paderborn, der Debating Society Paderborn, der Fachschaft Geschichte, Philosophie und Soziologie der Uni Paderborn, des Linken Forum Paderborn und des Projektbereich Eine Welt der Uni Paderborn, unterstützt durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Die Eintritte zu den Veranstaltungen sind, bis auf das Konzert am 13.4., frei!

Revolutionäre Frauen – Biografien und Stencils

Buchvorstellung

Revolutionäre FrauenDas Queen of the Neighbourhood Collective versorgt die nach revolutionären Stencils hungrigen Straßen mit neuem feministischen Glanz und macht sich über die Che-Effekte in der westlichen Kulturindustrie lustig. In Schrift und Bild portraitiert werden dreißig Aktivistinnen, Anarchistinnen, Feministinnen, Freiheitskämpferinnen und Visionärinnen:

Harriet Tubman, Louise Michel, Vera Zasulich, Emma Goldman, Qiu Jin, Nora Connolly O’Brien, Lucia Sanchez Saornil, Angela Davis, Leila Khaled, Comandante Ramona, Phoolan Devi, Ani Pachen, Anna Mae Aquash, Hannie Schaft, Rosa Luxemburg, Brigitte Mohnhaupt, Lolita Lebron, Djamila Bouhired, Malalai Joya, Vandana Shiva, Olive Morris, Assata Shakur, Sylvia Rivera, Haydée Santamaría, Marie Equi, Mother Jones, Doria Shafik, Ondina Peteani, Whina Cooper und Lucy Parsons.

Queen of the Neighbourhood Collectiv
Das Queen of the Neighbourhood Collective (Aotearoa/Neuseeland), ein Kollektiv aus Schriftstellerinnen, Forscherinnen, Redakteurinnen und Grafikdesignerinnen, sind Tui Gordon, Hoyden, Melissa Steiner, Anna Kelliher, Rachel Bell, Anna-Claire Hunter und Janet McAllister und einige ausgewählte Freundinnen und Mitstreiterinnen.

Am nächsten Freitag, den 30. März um 20:00 Uhr im Infoladen, Leostr. 75.