Die Geschichte des KZ Bergen-Belsen

input & film

Die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen in Ton und Bild. Das sogenannte “Aufenthaltslager Bergen-Belsen” war in seinem 10 jährigen Bestehen Kriegsgefangenenlager, Konzentrationslager und Displaced Persons Camp. Wir wollen einen Überblick der bewegten Geschichte des Lagers vermitteln.
Gleichzeitig ist die Veranstaltung das Vortreffen für die Exkursion nach Bergen-Belsen am 8.12.

Eine Veranstaltung des Projektbereiches Eine Welt.

Am Freitag, den 7.12.2012 um 20.00 Uhr im Infoladen, Leostr. 75.

“Wechselgeld?! – gibt’s nicht!”

so der Titel der 25-minütigen Filmpiraten-Doku über das Gutscheinsystem für Flüchtlinge. 1993 schuf die damalige Bundesregierung das Asylbewerberleistungsgesetz, ein diskriminierendes Sondergesetz für asylsuchende Menschen in Deutschland. Seitdem erhalten Flüchtlinge in vielen Landkreisen und freien Städten Gutscheine, um sich damit Lebensmittel zu kaufen.

In Thüringen, wo der Film entstanden ist, wurde das ohnehin einschränkende Asylbewerberleistungsgesetzim Vergleich zu einigen anderen Bundesländern in den letzten Jahre besonders restriktiv auslegt. In der neusten Entwicklung kündigte jedoch der thüringische Innenminister Geibert Mitte September eine Lockerung dieser Praxis an, indem er den Landkreisen die Gutscheinparaxis nicht mehr vorgibt, sondern frei stellt, ob sie Gutscheine oder Bargeld auszahlen. Dennoch wollen einige Landkreise weiterhin an dem Gutscheinsystem festhalten.

Die Dokumentation zeigt die Betroffenen des Gutscheinsystems. Mit der versteckten Kamera begleiteten die Filmpiraten Flüchtlinge beim Einkaufen, um den alltäglichen, diskriminierenden Irrsinn an Supermarktkassen zu zeigen, wenn Gutscheine bei einem Einkauf „aufgebraucht“ werden müssen oder Wörterbücher „nicht auf Gutschein gehen“. Einen Platz findet auch die alltägliche Solidarität von Menschen, die in Gutscheinumtauschinitiativen den Flüchtlingen 1:1 ihre Gutscheine in Bargeld umtauschen, jedoch nicht allein dabei stehen bleiben, sondern generell die Abschaffung der Gutscheinpraxis fordern.

Am Freitag, 16.11.2012 um 20:00 Uhr im Infoladen Paderborn, Leostr. 75.

Pogromartige Stimmung früher und heute

Ein Vortrag über die Anschläge in den 90er Jahren und die Situation heute

Im Jahr 1991 kam es in Hoyerswerda zu den ersten rassistischen Pogromen der Nachkriegszeit. Die Welle der Ausschreitungen begann mit dem Überfall einer Gruppe Neonazis auf vietnamesische Straßenhändler. Dies war nur der Anfang verschiedener
von Ausländerhass motivierten Anschlägen, die im August 1992 in Rostock-Lichtenhagen in einem der brutalsten Übergriffe gipfelte. Vier Tage lang „tobte“ sich ein gewalttätiger deutscher Mob an Migrant_innen aus. Zwei Monate später, im November, kam es zu einem weiteren Brandanschlag in der kleinen Stadt Mölln. Im Mai 1993 kam es zu dem letzten Übergriff im Rahmen der Progrome in Form eines Brandanschlages in Solingen, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen. Nun, 20 Jahre später
leben wir in einem Land, in dem wie in dem kleinen Ort Wolgast, gegen Flüchlinge gehetzt wird, mit Brandanschlägen gedroht und zu Mord aufgerufen wird. Und wen interessiert‘s? UNS! In dem Vortrag wird es sowohl um geschichtliche Ereignisse als
auch um aktuelle Geschehnisse gehen.

Am Freitag, 26.10.2012, 20:00, Infoladen, Leostr. 75

Bobby

5. Juni 1968, kurz nach Mitternacht. Der demokratische Senator Robert F. Kennedy verkündet im Ambassador Hotel in Los Angeles, dass er für das Amt des Präsidenten kandidieren will – und wird daraufhin Opfer eines Attentats, wie schon sein Bruder John F. fünf Jahre vor ihm. Welche politischen und privaten Träume und Erwartungen mit seiner möglichen Wahl verbunden waren, erzählen die Geschichten von 22 Menschen verschiedener Klassen und Rassen, Gäste und Angestellte, die sich in den Stunden zuvor im Hotel aufhielten.
Schauspieler, Autor und Regisseur Emilio Estevez versucht durch die Perspektive fi ktiver Figuren – der so genannten „kleinen Leute“ – Bobby Kennedy mit seinen Visionen für ein reformiertes Amerika ins Gedächtnis zurückzurufen. Er errichtet ihm ein Denkmal, das mehr sentimental als politisch relevant ist.
In seinem starbesetzten Ensemble-Drama ist John Fitzgeralds jüngerer Bruder kein Charakter, sondern eine Ikone, die bis zum kraftvollen Finale entrückt und verschwommen bleibt.

Am Freitag, 12.10.2012, 20:00, Infoladen, Leostr. 75