Februar-Programm

Februar halt. Das Programm kann man hier betrachten: Programm 02/2013
Anmerkungen: nicht alle Veranstaltungen finden im Laden statt -> genau hingucken. Außerdem: AG Krise(npolitik) trifft sich nicht am 7. & 8., sondern am 7. & 21.2.

Ansonsten freuen wir uns wenn ihr mal vorbei schaut, bis die Tage!

Info-Abend des Projektes Sozialer Blütepunkt

Das Projekt Sozialer Blütepunkt ist der Versuch gemeinsam einen Ort zu gestalten, an dem Menschen zusammenkommen, um Strukturen zu schaffen, die es ermöglichen, weitestgehend herrschaftsfrei miteinander zu leben. Dazu wollen wir auf einem mehrere Hektar großen Gelände – im ländlichen Raum, aber in Großstadtnähe – ein Wohnprojekt aufbauen, welches aber weit über das gemeinsame Wohnen hinaus gehen soll.
Wir wollen uns gemeinschaftlich aktiv mit den bestehenden Herrschaftsverhältnissen auseinandersetzen. Das Projekt versteht sich als Freiraum für die dort lebenden Individuen, es soll jedoch keinen Versuch darstellen, eine Insel im System zu schaffen. Im Gegenteil: durch politisch aktive Gruppen im Projekt wollen wir unsere Umgebung, bis in den städtischen Raum hinein, mitgestalten. Zudem wollen wir versuchen anderen Menschen einen Einblick in unsere Lebensweise zu geben, mit uns in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen. Auch für Projekte im Projekt, wie bspw. Selbstversorgungsgruppe, soll es Raum geben.
Nachdem wir unser Selbstverständnis erarbeitet haben, wollen wir uns als Gruppe für weitere Individuen öffnen, die Interesse haben im Rahmen unseres Selbstverständnisses mit uns zusammen zu leben und zu wirken (bluetepunkt.noblogs.org/selbstverstandnis).
Es soll bei unserem Infocafé darum gehen, sich kennenzulernen und offene Fragen zu beantworten.

Mehr Infos: bluetepunkt.noblogs.org
Kontakt: sozialer-bluetepunkt@riseup.net

Am Freitag, den 22. Februar 2013 um 20h im Infoladen, Leostr. 75.

Der Genozid an den Armeniern im Ersten Weltkrieg

Wenige Tage vor dem Überfall auf Polen 1939 soll Adolf Hitler gesagt haben: „Wer spricht noch heute von der Vernichtung der Armenier?” Zeigte sich in dieser Aussage zum Schweigen über die Geschehnisse im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs Hitlers Bestärkung seiner Pläne zur Vernichtung der Juden? Wegen seines Ausmaßes gilt der Holocaust an den Juden während des Dritten Reichs als das größte und massivste Verbrechen gegen die Menschheit überhaupt. Weitgehend unbekannt ist hingegen der Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915/16 während des Ersten Weltkriegs. Die Geschichtsschreibungen um diese Ereignisse sind aus verschiedenen Sichten äußerst kontrovers und widersprechen sich in vielen Darstellungen.
Um die Ereignisse von 1915/16 im Osmanischen Reich bezüglich der Armenier beurteilen zu können, wird zunächst der Begriff „Genozid“ definiert und anschließend die historische Entwicklung des türkischen Nationalsozialismus und deren Bestrebungen zur Gründung eines türkischen Großreiches dargestellt. Weiterführend sollen die Kontroversen um die Geschehnisse im Osmanischen Reich bezüglich der Armenier anhand ausgewählter Literatur diskutiert werden. Methodisch sollen dabei zunächst die Kontroversen dargestellt und die Quellen zu diesen Kontroversen analysiert und gegenübergestellt werden.

Am Freitag, den 15. Februar 2013 um 20h im Infoladen, Leostr. 75.

Topf & Söhne – Besetzung auf einem Täterort

Die Hausbesetzung auf dem ehemaligen Gelände der Erfurter Firma Topf & Söhne, die in der Zeit des Nationalsozialismus Krematoriumsöfen für Konzentrations- und Vernichtungslager hergestellt hatte, war in den 2000er-Jahren eines der bekanntesten linksradikalen Projekte in Deutschland. Das Buch will die Erfahrungen dieser Zeit festhalten. Mit Erzählungen und Analysen rekonstruieren wir gemeinsame Kämpfe und interne Streitigkeiten, sprechen mit anderen Beteiligten über Ratten und Debatten und bieten dazu einen Überblick über die Hausbesetzer_innenszene der 1990er-Jahre in Erfurt und die historische Bedeutung der Firma Topf & Söhne.
»Ich fand’s geil, dass wir auf dem Gelände mit dieser krassen Geschichte was gemacht haben, dass die Nutzung im NS rumgedreht hat. Die haben halt damals für Geld alles gemacht. Wir haben alles fast ohne Geld gemacht. Das fand ich den richtigen Umgang mit dem Gelände.«

Am Freitag, den 08. Februar 2013 um 20h im Infoladen, Leostr. 75

Testfeld Griechenland? Vortrag und Diskussion mit Dr. Gregor Kritidis

Was in der griechischen Gesellschaft geschieht, geht nicht nur die Griechen an,  aber auf ganz andere Weise, als es die hierzulande übliche Propaganda uns glauben machen will.

Die gegenwärtige Entwicklung dort wird beherrscht von den externen Finanzinstituten als  Gläubigern und den EU-Sparkommissaren in engem Schulterschluss mit den griechischen Eliten, Abbau von demokratischen Rechten und soziale Verelendung sind die sichtbaren Folgen, Rassismus wird begünstigt. Diese Politik stellt ein „Pilotprojekt“ dar „für den Angriff auf die Unter- und Mittelschichten in ganz Europa“.

So sieht es und darüber spricht der Sozialwissenschaftler Dr. Gregor Kritidis (Hannover), Redakteur des Internetmagazins SOPOS. Der Referent schildert auch die Kräfte des demokratischen und sozialen Widerstandes in Griechenland und den Kampf um die öffentliche Meinung zur „Sparpolitik“ der EU – der findet nicht nur auf griechischem Terrain statt.

Am Freitag, den 1. Februar 2013 um 19h in der Kulturwerkstatt Paderborn, Bahnhofstr. 64.

RABATZ-Soli-Konzert und Demo

Rabatz-Demo

Sa., 2.2.2013, 16h, Hauptbahnhof Paderborn: Auf die Straße für ein Autonomes Zentrum!

Der Kampf um ein Autonomes Zentrum in Paderborn geht weiter! Seit 40 Jahren versuchen politische Aktivist_innen dem Paderborner Kulturnotstand durch ein AZ entgegen zu treten. Sieben Versuche scheiterten an der ignoranten und konservativen Haltung der Stadtverwaltung, die es mit ihrer Null-Toleranz-Politik und der stetigen Kriminalisierung der Aktivist_innen schaffte, den Traum nach Freiraum durch Lügen, Hetze und gewaltsame Räumungen zu zerstören. Zwar leistet sich die Stadt Paderborn für stolze 23 Mio. Euro ein neues Theater, spart aber an der Jugendkultur. So z.B. dürfen aus Kostengründen Samstags keine Veranstaltungen mehr im städtischen Jugendzentrum „MultiCult“ stattfinden und der einzige andere Veranstaltungsort, der für bezahlbare Veranstaltungen genutzt werden könnte, die Kulturwerkstatt, ist oft ausgebucht.
Aufgrund dessen haben sich erneut einige junge Menschen zusammengeschlossen um der Jugend- und Gegenkultur wieder Raum zu verschaffen. Um unserer Forderung nach Freiräumen Nachdruck zu verleihen, werden wir am Samstag, den 02. Februar 2012 gemeinsam auf die Straße gehen.

Sa., 2.2.2013, 19.30h, Kulturwerkstatt: RABATZ Solikonzert

Lineup:

Boykott (Politrap / Wilhelmshafen)
Supatrict (Pop-Rock / Höxter)
Martin Meiwes
Support von Raw & Cut Spencer (Politrap / Minden)
Despised (Death Metal/Metal / Paderborn)
Smash Brothers (Rap / Paderborn)
The Storm Is You (Singer/Songwriter / Paderborn)
Till Now Untitled (Hardcore / Paderborn)
Epic Fail (Rock / Paderborn)

Aftershow:
Trashlight Exzess aka pmethfefos (90er Trash, Punk & Politrap / Detmold)

Einlass: 19:30h
Beginn: 20:00h
Eintritt: 4€

Heteronormativität – Eine gesellschaftliches Ornungssystem

Eigentlich lässt sich Heteronormativität schnell erklären: Der Begriff bezeichnet das System, nach dem Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit als unsichtbare Norm die Gesellschaft grundlegend strukturieren. Daran hängt viel: Vorstellungen von Geschlecht, Geschlechterrollen und Begehren werden so normiert und miteinander verknüpft, Ressourcenverteilung und Arbeitsteilung in der Gesellschaft reguliert und Welt- und Selbstbilder der Menschen grundlegend beeinflusst. Wer sich nicht passgenau in dieses System einordnen kann oder möchte, wird mit bisweilen drastischen Folgen diskriminiert, in ihrem Leben und Möglichkeiten beeinflusst und beschränkt werden darüber hinaus alle Menschen. In dem Vortrag soll zur Auseinandersetzung mit dem Konzept Heteronormativität der Begriff, seine Hintergründe, Geschichte und Auswirkungen erläutert werden. In einer anschließenden Diskussion können wir uns (beispielsweise) über mögliche subversive Strategien austauschen.

Am Freitag, den 18.1.13 um 20:00, im Infoladen Paderborn, Leostraße 75

Das Yezidentum – monotheistische Ursprungsreligion der Kurden

Dieser Abend widmet sich informativ dem „Yezidentum“, eine monotheistische, eigenständige und mündlich überlieferte Religion, deren Ursprünge mehrere Jahrtausende vor Christus vermutet werden. Die Yeziden sind von der Volkszugehörigkeit Kurden und sprechen das kurdische Dialekt Kurmancî. Aufgrund einer Jahrtausend langen Verfolgungsgeschichte, fliehen die meisten Yeziden aus ihrer Heimat und suchen in der Diaspora Schutz. Laut der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ leben in der BRD etwa 45.000 – 60.000 Yeziden.
Das Yezidentum ist weltweit, außer in Kurdistan, relativ unbekannt, weshalb unsere Referenten sich auf Grundinformationen beschränken werden. Den Vortrag werden Rodi Yousef und Zeya Mirza, Lehramtsstudenten der Uni Paderborn, referieren, die selbst dem Yezidentum angehören.

Am Freitag, den 11. Januar ab 20:00 im Infoladen Paderborn, Leostr. 75