Programm für September!

Da ist schon das September-Programm.

Gratis dazu noch 3 Hinweise:

1) Die Veranstaltung mit den philippinischen Anarchisten heute abend FÄLLT WEGEN WETTERS IN MANILA AUS! Leider kann sie nicht gleichwertig nachgeholt werden, findet aber am 1.10. in Bielefeld im Infoladen Anschlag (AJZ) statt!

2) Am kommenden Wochenende ist Antifa Workcamp in Stukenbrock-Senne (www.antifa-workcamp.de). Die Nazi-Demo in Dortmund am Samstag ist nach derzeitigem Stand übriges verboten, einem Ausflug nach Stukenbrock steht also nix im Weg.

3) Am Samstag, 8.9., ist Büren-Demo, bringt all eure Freund*innen mit gegen Staatsrassismus!

so viel dazu.

DIY statt nur dabei

heute: T-Shirt-Druck

Von der rohen Vorlage bis zum fertigen T-Shirt – quasi die Geburt des neuen Infoladen-Shirts!
Wer so was schickes dann selbst haben möchte bringe sich bitte ein T-Shirt mit!

Am Freitag, 21.9.2012, 20:00 im Infoladen

Hoyerswerda: Erinnerung an die rassistischen Pogrome im September 1991

Bundesweiter Gedenktag mit Film- und Bildmaterial

Am 17.9.2012 um 19:00Uhr beteiligt sich der BDP Infoladen Paderborn an einer bundesweit stattfindenden Videokundgebung, die in Andenken an die verschiedenen Pogrome, die 1991 in der Bundesrepublik stattgefunden haben, durchgeführt wird.
Im September 1991 griffen Neonazis unter Mithilfe und Applaus vieler Bürger_innen zwei Wohnheime von Vertragsarbeiter_innen und Asylsuchenden im ostsächsischen Hoyerswerda an. Mehrere hundert Menschen belagerten die Unterkünfte fünf Tage lang, bis schließlich alle Heimbewohner_innen aus der Stadt gebracht wurden. Nationale und internationale Medien berichteten über die Geschehnisse. Die „Evakuierung“ aller Bewohner_innen der Heime wurde nicht nur in Hoyerswerda selbst von vielen als „Erfolg“ gewertet. Die Angriffe bildeten damit den Startschuss für eine jahrelang anhaltende Welle der rassistischen Gewalt im wiedervereinigten Deutschland, die neben hunderten Verletzten zahlreiche Todesopfer forderte.
Anlässlich des zwanzigsten Jahrentages gründete sich im Jahr 2011 die Initiative Pogrom91, um sich für eine kritische Aufarbeitung der Pogrome einzusetzen. Auch 20 Jahre nach dem rassistischen Pogrom schienen nur die Wenigsten in Hoyerswerda bereit zu sein, sich offensiv mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Auf kritische Berichterstattung und Interventionen reagiert die Stadtpolitik seit jeher vor allem mit medialer Hetze und Geschichtsverdrehung. Ihren Höhepunkt fand diese Art der „Vergangenheitsbewältigung“ während eines Besuches ehemaliger Vertragsarbeiter_innen und Asylsuchender im vergangenen Herbst. Bei der Besichtigung eines der damaligen Wohnheime kam es wiederholt zu rassistischen Pöbeleien und schließlich zu einem Übergriff durch Nazis und Anwohner_innen, obwohl der amtierende Bürgermeister Stefan Skora auf Anfrage im Vorfeld keine Bedenken hinsichtlich eines Besuches geäußert hatte. Im Nachgang wurde dieser Angriff von lokalen Medien und dem Oberbürgermeister wahlweise verharmlost oder gänzlich in Frage gestellt.
Die gesteigerte Aufmerksamkeit, die dem 20. Jahrestag des rassistischen Pogroms in Rostock – Lichtenhagen zu teil wird, darf nicht allein an “runde Jahrestage” gebunden sein, wenn wir es mit der Auseinandersetzung mit der Geschichte ernst meinen. Deshalb werden am 17. September in verschiedenen Städten Videokundgebungen und öffentliche Filmvorführungen stattfinden, um die Geschichte des Pogroms, als auch die heutigen Zustände in Hoyerswerda zu thematisieren.


Am Montag, 17.9.2012, 19:00, Infoladen Paderborn

Händler des Todes

Wir diskutieren die Bedeutung der deutschen Rüstungsexporte

Die Bundesrepublik gehört zu den weltweit größten Rüstungsexporteuren. Verkauft wird dabei auch an Länder, die in bewaffnete Konflikte involviert sind. Jetzt winken der deutschen Rüstungsindustrie große Geschäfte: Das Emirat Katar möchte gerne 200 deutsche Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 kaufen. Der Deal würde gut zwei Millarden Euro in die Kassen der hiesigen Rüstungsschmiede Kraus-Maffei Wegmann spülen. Die schwarz-gelbe Bundesregierung ist offensichtlich gewillt, das Exportgeschäft an den Golf zu genehmigen. Zur Debatte steht zudem die Lieferung von 800 Leopard-Panzern an Saudi-Arabien.

Am Freitag, 14.9.2012, 20:00 im Infoladen

Wadim – Selbstmord nach Abschiebung

Dokumentarfilm, 2011, D, 90 Min..
Regie: Carsten Rau; Hauke Wendler
Drehbuch: Carsten Rau; Hauke Wendler
Länge: 90 Min. (1 Std. 30 Min.)

Der Dokufilm Wadim erzählt die erschütternde Geschichte von einem Jungen, der als 18-Jähriger abgeschoben wurde und bei der Suche nach einer Heimat zerbrochen ist.
Als Kind flüchtete Wadim mit seinen Eltern aus Lettland nach Hamburg, wuchs hier auf, war bestens integriert. Mit 18 Jahren wurde er von der Familie getrennt und allein nach Riga abgeschoben – in ein Land, an das er sich kaum erinnern konnte. Fünf Jahre später nahm er sich in Hamburg das Leben.

Am Freitag, 7.9.2012, 20:00 im Infoladen

Angriff von Rechtsaußen

Wie Neonazis den Fußball missbrauchen
Buchvorstellung und Diskussion mit Ronny Blaschke

Rechtsextreme missbrauchen die Volksbewegung Fußball, um ihre menschenverachtenden Ansichten zu verbreiten. Die NPD wirbt in Fanszenen Mitglieder und schöpft Wählerstimmen. Auf Amateurebene gewinnen ihre Parteifunktionäre als Klubvertreter oder Schiedsrichter Akzeptanz in der Gesellschaft. Neonazis gründen Sportvereine, um Jugendliche an ihre Kameradschaften heranzuführen. Sie nutzen Turniere zur Vernetzung und zur Stärkung ihrer Gruppenidentität. Der Journalist Ronny Blaschke lässt Neonazis und Gegen-Aktivisten zu Wort kommen. Er beschreibt, wie Rechts extreme das Verständnis von Demokratie und Toleranz im Fußball nachhaltig schädigen. Eine längst fällige Bestandsaufnahme – und ein Plädoyer für eine politische Diskussionskultur im Sport.

Ronny Blaschke, geboren 1981 in Rostock, studierte Sport- und Politikwissenschaften an der Universität Rostock. Er lebt in Berlin und arbeitet als freier Autor für «Die Zeit», «Süddeutsche Zeitung», «Berliner Zeitung» und für das Deutschlandradio. Blaschke berichtet über die gesellschaftspolitischen Hintergründe des Sports. Sein Buch «Im Schatten des Spiels» (2007) wurde von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur als Fußballbuch des Jahres ausgezeichnet. Sein zweites Werk, «Versteckspieler – Die Geschichte des schwulen Fußballers Marcus Urban» (2009), löste eine intensive Debatte über Homophobie im Sport aus. Blaschke wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet, das «Medium-Magazin» kürte ihn 2009 zum Sportjournalisten des Jahres.

Am Freitag, 28.9.2012, 20:00h im Infoladen

Vortrag zu den Philippinen ungewiss!

Wie ihr vielleicht gehört habt, gab es in Manila Hochwasser, Evakuierungen etc. Der Botschaftstermin der Referent*innen lag leider genau an dem Tag, an dem dort nichts mehr ging. Sie haben noch mit Schlauchboten versucht, die Botschaft zu erreichen, kamen aber zu spät.
Die Botschaft war nicht bereit, ihnen noch einen Termin zur Visaerteilung vor dem Flug zu geben. Der neue Termin bei der Botschaft ist jetzt der 31.08.2012. Mittlerweile wurde der Flug umgebucht. Sie werden, wenn die Botschaft nicht noch in letzter Sekunde das Visum verweigert, am 09.09.2012 nach Europa kommen.

Das bedeutet leider, dass die Veranstaltung verschoben werden muss, im schlimmsten Fall sogar abgesagt. Wir halten euch auf dem Laufenden.

EUROPE INFOTOUR ANARCHISM IN THE PHILIPPINES

Die beiden Anarchisten kommen aus Manila und sind dort in verschiedenen anarchistischen Projekten aktiv, etwa im dortigen Infoladen Etnikobandido, in dem Zeitungsprojekt „Gasera“, in einer Food Not Bombs – Gruppe, in Kampagnen gegen Polizeigewalt, in der Unterstützung indigenen Widerstands gegen Land-Grabbing und in einer anarchistischen Informatioskampagne, genannt „Mobile Anarchist School“.

Am Dienstag, den 28. August um 19h im Infoladen, Leostr. 75

Info: Büren-Demo

Am Samstag, den 8.9.2012 findet in Büren eine Demonstration gegen den Bürener Abschiebeknast statt. Mit über 300 Haftplätzen ist das größte Abschiebegefängnis Deutschlands einer der schäbigsten Schandflecke im Paderborner Land. Die Menschen, die hier eingesperrt sind, haben gegen kein Gesetz verstoßen. Wir wollen diesen Abend nutzen um über die aktuelle Situation im Knast zu informieren und Unbekanntes an die Öffentlichkeit zu zerren. Infos: http://schlussdamit.blogsport.de/

Am Freitag, den 24. August um 20h im Infoladen, Leostr. 75