Anti-Sexismus-Workshop

In dem Workshop „Sexismus & sexualisierte Gewalt“ wollen wir gemeinsam der Frage nachgehen, was Sexismus eigentlich genau ist und wie dieser entsteht. Weiter möchten wir den Umgang mit Sexismus/ sexualisierter Gewalt in linken Räumen/ Strukturen thematisieren und zusammen mit euch Handlungsstrategien erarbeiten.

Was ist Sexismus/ Wie entsteht Sexismus?
Beispiele für Sexismus im Alltag
Was ist (sexualisierte) Gewalt?
Malestream Definition von Macht
Aktuelle Diskussion/ Medien
Zahlen zum Thema
Konzept der Definitionsmacht
Wie geht man als Unterstützer_ in um?

Organisiert von der Feministischen Antifa Bielefeld.

Am Freitag, den 28. Februar 2014 um 20:00 Uhr im Infoladen Paderborn, Leostr. 75

Film: Carla’s Song

Carla’s Song ist ein Spielfilm des britischen Regisseurs Ken Loach aus dem Jahr 1996. Er erzählt die Geschichte des post-revolutionären sandinistischen Nicaragua.
In Glasgow verliebt sich Busfahrer George (Robert Carlyle, der Randalierer Begbie aus „Trainspotting“) in die Schwarzfahrerin Carla. Auf der Suche nach ihrem verschollenen Lover reisen beide in Carlas Heimat, das kriegszerrüttete Nicaragua.

Am Freitag, den 7. Februar 2014 um 20.00 Uhr im Infoladen Paderborn, Leostr. 75.

Diskussionrunde Antiziganismus

Antiziganismus ist geprägt von Stereotypen, die Roma und Sinit Eigenschaften zuschreiben, wie z.B. „ewiges Wandern“. Sie werden mit Vorurteilen etikettiert wonach sie Arbeitsscheu wären, eine kriminelle Veranlagung hätten. Ebenso werden sie als dreckig, feige, hinterhältig und unzuverlässig beschrieben. Antiziganistische Stereotype beinhalten in Hinsicht auf die Körperlichkeit von Roma und Sinti physiognomische Merkmalszuschreibungen wie schwarzes Haar, schwarz „blitzende“ Augen, dunkle Hautfarbe und unregelmäßige Gesichtszüge. Deutlich wurde dies im Oktober 2013, als in Irland und Griechenland Roma zu unrecht vorgeworfen wurde sie hätten Kinder entführt.
In Duisburg ist ein vorwiegend von Zuwander*innen bewohntes Hochhaus in Duisburg-Bergheim (‚In den Peschen‘) zum Symbol für den Antiziganismus modernster Spielart geworden. Die mediale Problematisierung der „Armutszuwanderung“ aus Osteuropa wurde und wird zum Vorspiel von rassistischen Kundgebungen. Seit Anfang August 2013 ist die gewaltbereite rassistische Stimmung gegen die Zugewanderten, von denen viele Roma sind, offen ausgebrochen. Bundesweite Beachtung fanden bisher nur wenige Ereignisse, darunter auf Facebook gepostete Morddrohungen und ein Brand in einem von Roma bewohnten Mehrfamilienhaus im Oktober 2013. Anhand von Veröffentlichungen möchten wir an diesem Abend diskutieren und überlegen welche Konsequenzen für unsere antirassistische Arbeit aus der Dynamik der Ereignisse zu ziehen sind.
Hier einige Texte, die als Grundlage der Diskussion dienen können. Gerne können Sie ergänzt werden.
http://www.lotta-magazin.de/pdf/38/L38_Antiziganismus.pdf
http://www.bpb.de/apuz/33277/bilder-und-sinnstruktur-des-antiziganismus?p=all
http://gduz.blogsport.de/2013/10/03/redebeitrag-in-berlin-hellersdorf/
http://www.diss-duisburg.de/2013/11/wir-sind-rheinhausen/

Am Freitag, den 14.02.2014 um 20:00 Uhr im Infoladen Paderborn, Leostr. 75

RABATZ – und der böse Blick

Pressemitteilung

Am 9. Januar 2014 findet um 10 Uhr erneut eine Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht Paderborn, Saal 100, gegen den RABATZLER Frank Gockel statt. Dieses Mal geht es um den Vorwurf der Beleidigung und des „demonstrativen Schauens“.

Im Herbst 2007 wurde in Paderborn ein altes Bahngebäude besetzt und als autonomes Kulturzentrum umgestaltet. Nach der Räumung am 07.11.2007 gab es viele Strafverfahren, die mit wenigen Tagessätzen oder Freisprüche endeten. Unter anderem musste sich Frank Gockel, Sprecher der RABATZER, sich sieben Mal vor dem Gericht verantworten und wurde insgesamt zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt.

Nun steht erneut ein Verfahren gegen Gockel an. Am nächsten Donnertag wird vor dem Amtsgericht verhandelt, ob er auf eine Demonstration im Rahmen der RABATZ-Aktionen das Wort „Bulle“ in einem Redebeitrag gesagt haben soll.
Außerdem soll er auf der Demonstration demonstrativ Polizeibeamte angesehen haben.

Es ist fraglich, ob Gockel den Begriff „Bulle“ tatsächlich benutzt hat, nur einer der zahlreich eingesetzten Beamten will das Wort gehört haben. Aber selbst wenn, wäre zu klären, in welchen Kontext es geschehen ist und ob es sich überhaupt um eine Beleidigung handelt. Zu der Frage des demonstrativen Schauens sagt Gockel: „Ich dachte, eine Verurteilung wegen „dem bösen Blick“ gäbe es seit der Hexenverfolgung nicht mehr. Ich hoffe, dass Paderborn nicht im Mittelalter stehen geblieben ist.“

Gockel vermutet, dass der Grund tiefer liegt. Durch seine politischen Aktivitäten und auch die streitbare Art der Prozessführung ist er der Staatsanwaltschaft ein Dorn im Auge. Ein solches Verfahren wäre gegen eine andere Person wohl kaum betrieben worden, glaubt Gockel. Er rechnet für das anstehende Verfahren allerdings damit, freigesprochen zu werden.

Wir rufen dazu auf, dem Prozess beizuwohnen, um Solidarität zu zeigen! Kommt zahlreich!

Bread and Roses

Film
Maya (Pilar Padilla) hat sich von einer Schlepperbande „illegal“ von Mexiko in die USA schleusen lassen und arbeitet für einen Hungerlohn als Reinigungskraft. Gemeinsam mit dem unkonventionellen Gewerkschaftsfunktionär Sam (Adrien Brody) gelingt es ihr, die eingeschüchterten Kolleg_innen nach mehreren Anläufen schließlich zum Widerstand gegen die Arbeitsbedingungen zu bewegen. Dennoch ist der Film kein „Märchen“, sondern zeigt die privaten und politischen Brüche, Widersprüche und Konflikte, die sich aus den gesellschaftlichen Zwängen ergeben.
Inspiriert ist der Film von der Kampagne „Jusitice for Janitors“, die es in den 1990er Jahren in den USA tatsächlich geschafft hat, die prekär beschäftigten Reinigungskräfte zu organisieren und erfolgreiche Arbeitskämpfe zu führen.

Wie in anderen Filmen hat der britische Star-Regisseur Ken Loach auch hier einige Rollen mit Menschen aus der Kampagne und Putzkräften besetzt.

Freitag, 15. November 2013 um 20:00 Uhr im Infoladen, Leostr. 75

Krieg beginnt hier – war starts here

Mehrere hundert Menschen haben in diesem und im letzten Jahr an antimilitaristischen Camps und den Aktionen gegen das Gefechtsübungszentrums Altmark (GÜZ) in der Colbitz-Letzlinger Heide bei Magdeburg teilgenommen. Auf dem 230 qkm großen Gelände wird Krieg mit hochgerüsteter Technik und lasersimulierten Waffensystemen geübt und vorbereitet. Alle deutschen Soldat_innen bereiten sich hier auf den Auslandseinsatz vor, kurz bevor sie nach Afghanistan oder in den Kosovo gehen. Seit Herbst 2012 wird auf dem Truppenübungsplatz zudem eine komplette Großstadt gebaut. In dem so genannten „Urbanen Kampfzentrum Schnöggersburg“ werden zukünftig Soldat_innen verschiedener NATO-Staaten Krieg und Aufstandsbekämpfung in den Städten und Metropolen dieser Welt trainieren.

Im Aktionskreis Freie Senne haben sich Menschen rings um den Truppenübungsplatz Senne organisiert, um für eine Senne jenseits von Kriegsübungen einzutreten. Fast jeder britische Soldat, der in Paderborn, Herford oder Gütersloh stationiert ist, hat im Irakkrieg an der Seite von US-Truppen in der „Koalition der Willigen“ gekämpft oder wird turnusmäßig nach Afghanistan verlegt. Für diese Kriege übte und übt die britische Armee auf dem größten Teil des Truppenübungsplatzes Senne – ein kleinerer Teil bei

Augustdorf wird von der Bundeswehr zum Kriegstraining verwendet. In Kampfdörfern auf dem Truppenübungsplatz trainiert die britsche Armee intensiv und realitätsnah den Häuserkampf gegen die aufständische Bevölkerung in Afghanistan.

In der Veranstaltung am Freitag, den 8.11. um 20:00 im BDP-Infoladen an der Leostraße 75 in Paderborn, berichten Teilnehmer_innen der antimilitaristischen Camps gegen das Gefechtsübungszentrums Altmark über die vielfältigen friedensschaffenden Aktionen und stellen die Kampagne „war starts here“ vor. Mitglieder des Aktionskreises Freie Senne informieren über ihre Arbeit. Gemeinsam wird diskutiert, was hier in der Region um den Truppenübungsplatz Senne an antimilitaristischen Aktivitäten möglich ist.

Freitag, den 08. November 2013 um 20:00 Uhr im Infoladen, Leostr. 75