Händler des Todes

Wir diskutieren die Bedeutung der deutschen Rüstungsexporte

Die Bundesrepublik gehört zu den weltweit größten Rüstungsexporteuren. Verkauft wird dabei auch an Länder, die in bewaffnete Konflikte involviert sind. Jetzt winken der deutschen Rüstungsindustrie große Geschäfte: Das Emirat Katar möchte gerne 200 deutsche Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 kaufen. Der Deal würde gut zwei Millarden Euro in die Kassen der hiesigen Rüstungsschmiede Kraus-Maffei Wegmann spülen. Die schwarz-gelbe Bundesregierung ist offensichtlich gewillt, das Exportgeschäft an den Golf zu genehmigen. Zur Debatte steht zudem die Lieferung von 800 Leopard-Panzern an Saudi-Arabien.

Am Freitag, 14.9.2012, 20:00 im Infoladen

Wadim – Selbstmord nach Abschiebung

Dokumentarfilm, 2011, D, 90 Min..
Regie: Carsten Rau; Hauke Wendler
Drehbuch: Carsten Rau; Hauke Wendler
Länge: 90 Min. (1 Std. 30 Min.)

Der Dokufilm Wadim erzählt die erschütternde Geschichte von einem Jungen, der als 18-Jähriger abgeschoben wurde und bei der Suche nach einer Heimat zerbrochen ist.
Als Kind flüchtete Wadim mit seinen Eltern aus Lettland nach Hamburg, wuchs hier auf, war bestens integriert. Mit 18 Jahren wurde er von der Familie getrennt und allein nach Riga abgeschoben – in ein Land, an das er sich kaum erinnern konnte. Fünf Jahre später nahm er sich in Hamburg das Leben.

Am Freitag, 7.9.2012, 20:00 im Infoladen

Angriff von Rechtsaußen

Wie Neonazis den Fußball missbrauchen
Buchvorstellung und Diskussion mit Ronny Blaschke

Rechtsextreme missbrauchen die Volksbewegung Fußball, um ihre menschenverachtenden Ansichten zu verbreiten. Die NPD wirbt in Fanszenen Mitglieder und schöpft Wählerstimmen. Auf Amateurebene gewinnen ihre Parteifunktionäre als Klubvertreter oder Schiedsrichter Akzeptanz in der Gesellschaft. Neonazis gründen Sportvereine, um Jugendliche an ihre Kameradschaften heranzuführen. Sie nutzen Turniere zur Vernetzung und zur Stärkung ihrer Gruppenidentität. Der Journalist Ronny Blaschke lässt Neonazis und Gegen-Aktivisten zu Wort kommen. Er beschreibt, wie Rechts extreme das Verständnis von Demokratie und Toleranz im Fußball nachhaltig schädigen. Eine längst fällige Bestandsaufnahme – und ein Plädoyer für eine politische Diskussionskultur im Sport.

Ronny Blaschke, geboren 1981 in Rostock, studierte Sport- und Politikwissenschaften an der Universität Rostock. Er lebt in Berlin und arbeitet als freier Autor für «Die Zeit», «Süddeutsche Zeitung», «Berliner Zeitung» und für das Deutschlandradio. Blaschke berichtet über die gesellschaftspolitischen Hintergründe des Sports. Sein Buch «Im Schatten des Spiels» (2007) wurde von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur als Fußballbuch des Jahres ausgezeichnet. Sein zweites Werk, «Versteckspieler – Die Geschichte des schwulen Fußballers Marcus Urban» (2009), löste eine intensive Debatte über Homophobie im Sport aus. Blaschke wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet, das «Medium-Magazin» kürte ihn 2009 zum Sportjournalisten des Jahres.

Am Freitag, 28.9.2012, 20:00h im Infoladen

Vortrag zu den Philippinen ungewiss!

Wie ihr vielleicht gehört habt, gab es in Manila Hochwasser, Evakuierungen etc. Der Botschaftstermin der Referent*innen lag leider genau an dem Tag, an dem dort nichts mehr ging. Sie haben noch mit Schlauchboten versucht, die Botschaft zu erreichen, kamen aber zu spät.
Die Botschaft war nicht bereit, ihnen noch einen Termin zur Visaerteilung vor dem Flug zu geben. Der neue Termin bei der Botschaft ist jetzt der 31.08.2012. Mittlerweile wurde der Flug umgebucht. Sie werden, wenn die Botschaft nicht noch in letzter Sekunde das Visum verweigert, am 09.09.2012 nach Europa kommen.

Das bedeutet leider, dass die Veranstaltung verschoben werden muss, im schlimmsten Fall sogar abgesagt. Wir halten euch auf dem Laufenden.

EUROPE INFOTOUR ANARCHISM IN THE PHILIPPINES

Die beiden Anarchisten kommen aus Manila und sind dort in verschiedenen anarchistischen Projekten aktiv, etwa im dortigen Infoladen Etnikobandido, in dem Zeitungsprojekt „Gasera“, in einer Food Not Bombs – Gruppe, in Kampagnen gegen Polizeigewalt, in der Unterstützung indigenen Widerstands gegen Land-Grabbing und in einer anarchistischen Informatioskampagne, genannt „Mobile Anarchist School“.

Am Dienstag, den 28. August um 19h im Infoladen, Leostr. 75

Info: Büren-Demo

Am Samstag, den 8.9.2012 findet in Büren eine Demonstration gegen den Bürener Abschiebeknast statt. Mit über 300 Haftplätzen ist das größte Abschiebegefängnis Deutschlands einer der schäbigsten Schandflecke im Paderborner Land. Die Menschen, die hier eingesperrt sind, haben gegen kein Gesetz verstoßen. Wir wollen diesen Abend nutzen um über die aktuelle Situation im Knast zu informieren und Unbekanntes an die Öffentlichkeit zu zerren. Infos: http://schlussdamit.blogsport.de/

Am Freitag, den 24. August um 20h im Infoladen, Leostr. 75

Sommerloch

Hier isses, das Sommerlochprogramm. Bisschen spät, bisschen dünn, aber trotzdem!

Nicht daruf steht das hier:

di. 28.8., 19h
EUROPE INFOTOUR
ANARCHISM IN THE PHILIPPINES
Die beiden Anarchisten kommen aus Manila und sind dort in verschiedenen anarchistischen Projekten aktiv, etwa im dortigen Infoladen Etnikobandido, in dem Zeitungsprojekt „Gasera“, in einer Food Not Bombs – Gruppe, in Kampagnen gegen Polizeigewalt, in der Unterstützung indigenen Widerstands gegen Land-Grabbing und in einer anarchistischen Informatioskampagne, genannt „Mobile Anarchist School“.

Das EURO-Projekt

Diskussion

»Ist es schon zu spät?. Kann ein katastrophaler Zusammenbruch der Eurozone noch abgewendet werden – und was müsste dahingehend unternommen werden?« fragt Tomasz Konicz am 15.06.2012 in einem Artikel auf der Internetseite telepolis und schreibt: »…. Tatsächlich befindet sich die Eurozone am Rande eines totalen Kollaps, der allerschwerste Verwerfungen nach sich ziehen dürfte, die sogar die Folgen der großen Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts in den Schatten stellen dürften. Wir stehen in der Tat kurz vor einer Wirtschaftspanik. Berlins Krisenpolitik, die auf die europaweite Durchsetzung harter Sparmaßnahmen und neoliberaler Strukturreformen nach Vorbild der Hartz-IV-Arbeitsgesetze abzielte, ist spektakulär gescheitert. Das maßgeblich von Deutschland in Gestalt des europäischen „Fiskalpaktes“ durchgesetzte Spardiktat lässt in immer mehr Eurostaaten die Wirtschaftskrise eskalieren, die buchstäblich in den sozioökonomischen Zusammenbruch „gespart“ werden…«

Am Donnerstagabend wollen wir entlang der Thesen von Werner Rügemer im Artikel „Das Euro-Projekt ist gescheitert“ diskutieren. Den Artikel von Rügemer findet Ihr hier

Am Donnerstag, den 05. Juli 2012 um 18:00h im Infoladen, Leostr. 75