Raise Your Voice – Your Body Your Choice!

Gegen 1000-Kreuze-Marsch und Feministische
Demonstration in Münster | Info

Wie be­reits in den ver­gan­ge­nen Jah­ren, soll auch in die­sem Jahr der von „Eu­ro­Pro­Li­fe“ or­ga­ni­sier­te Ge­bets­zug „1000 Kreu­ze für das Leben“ am 9.3.2013 in Müns­ter statt­fin­den. Dabei ver­sam­meln sich Ab­trei­bungs­geg­ner*innen un­ter­schied­li­cher po­li­ti­scher und welt­an­schau­li­cher Aus­rich­tung, um mit­samt ihren Kreu­zen ein se­xis­ti­sches, ho­mo­pho­bes und frau­en*feind­li­ches Welt­bild auf die Stra­ße zu tra­gen und Frau­en ihr Recht auf Selbst­stim­mung ab­zu­spre­chen.
Auf den ers­ten Blick mag der Ge­bets­zug den Ein­druck einer skur­ri­len und nicht ernst­zu­neh­men­den Ver­an­stal­tung er­we­cken. Die Kreuz­trä­ger*innen er­scheinen man­chen als ver­wirr­te Fun­da­men­ta­list*innen. Tat­säch­lich ist die Be­we­gung, die hin­ter Ver­an­stal­tun­gen wie „1000 Kreu­ze für das Leben“ steht, keine ex­tre­me und iso­lier­te Rand­er­schei­nung, son­dern Teil einer rück­schritt­li­chen ge­sell­schaft­li­chen Ent­wick­lung. Diese fin­det sich in allen Le­bens­be­rei­chen wie­der und ist schon längst in brei­ten Krei­sen der Ge­sell­schaft ver­an­kert. Lau­fen in Müns­ter nur knapp über Hun­dert Kreuz­trä­ger*innen durch die Stadt, so tref­fen sich in Ber­lin zu dem­sel­ben An­lass mitt­ler­wei­le jähr­lich weit über Tau­send.

(weitere Infos unter: http://gegen1000kreuze.blogsport.de/rueckblick/)

Zu diesem Anlass haben wir am Freitag, den 1.3.13 um 20:00h eine Infoveranstaltung im BDP Infoladen (Leostraße 75, 33098 Paderborn) organisiert, bei der einige Aktivist*innen gegen den Marsch etwas zu den Hintergründen, der Geschichte und aktuellen „Strömungen“ erzählen werden.

Zu dieser Veranstaltung, zum Diskutieren, zum Austauschen und zum Empören möchten wir euch sehr herzlich einladen.

Am Freitag, 1. März 2013 um 20:00 Uhr im Infoladen, Leostr. 75

BackUp – Beratungsstelle für Opfer von rechter Gewalt

Info

Back Up ist die erste Beratungsstelle für Opfer von rechter Gewalt in Nordrhein- Westfalen. Sie berät, informiert und unterstützt Betroffene von rechter Gewalt kostenlos, anonym und unbürokratisch. Im ersten Teil des Vortrags wird eine Beraterin von Back Up die Arbeit und Abläufe der Beratungsstelle vorstellen. Im zweiten Teil der Veranstaltung steht Tim als Betroffener von rechter Gewalt im Vordergrund. Er wird von seinen Erlebnissen und von seinen Erfahrungen mit Backup berichten. Anschließend soll es die Möglichkeit geben, Fragen an die ReferentInnen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen.

Am Freitag, den 22. März um 20:00 Uhr im Infoladen, Leostr. 75.

Blockupy – Widerstand im Herzen des europäischen Krisenregimes

Info, Vernetzung

Die Gruppe „Blaues Wunder“ aus Bielefeld stellt die Aktion „Blockupy 2013“ vor. Im Mai 2013 soll der Widerstand gegen die Verarmungspolitik der Troika – der EZB, der EU-Kommission und des IWF – in ein Zentrum des europäischen Krisenregimes getragen werden.
Widerstand und Protest mitten in Frankfurt, dem Sitz der Europäischen Zentralbank, die für ihre zentrale Rolle bei der Durchsetzung der Kürzungsdiktate bei Millionen Menschen vor allem im Süden Europas verhasst ist.
Widerstand und Protest mitten in Deutschland, dessen Bundesregierung die Politik der Sozialkürzungen in Europa maßgeblich vorantreibt. Gegen die deutsche Krisenpolitik, die nicht nur katastrophale Folgen für die Lebensverhältnisse der Menschen im Süden Europas hat, sondern auch hierzulande die soziale Spaltung immer weiter vorantreibt.
„Blockupy 2013“ mit den Aktionen in Frankfurt ist Teil der Bewegungen, die sich in Europa und weltweit gegen die Abwälzung der Folgen der kapitalistischen Krise auf die Lohnabhängigen und Besitzlosen wehren.

Am Freitag, den 15. März um 20:00 Uhr im Infoladen, Leostr. 75.

Im Schatten des Bösen – Der Krieg gegen die Frauen im Kongo

Doku

Das Krankenhaus Panzi liegt in Bukavu, der Hauptstadt der Provinz Süd-Kivu. Dort werden schwer verletzte und traumatisierte Frauen und Mädchen behandelt. Sie sind Opfer grausamer Vergewaltigungen geworden. Denn im Nordosten des Kongo herrscht noch immer Krieg. Milizen marodieren durch die unzugänglichen Wälder. Sie töten, plündern, brandschatzen. Frauen und Kinder werden systematisch vergewaltigt und misshandelt.

Susanne Babila, Kameramann Jürgen Killenberger und Tontechniker Felix Hugenschmidt haben einige Frauen vier Wochen begleitet und sind Zeugen unvorstellbarer Menschenrechtsverbrechen geworden.

Ndamosu M’Buefuh ist 70 Jahre alt. Sie wurde mehrmals vergewaltigt, ihr Ehemann und ihre fünf Kinder getötet. Die dreissigjährige Ntakobajira M’Bisimwa wurde als Sexsklavin in einem Rebellenlager gefangen gehalten. Die achtzehnjährige Noella M’Mburugu musste diese Tortur drei Jahre aushalten. Sie gebar dort einen Sohn. Sie nannte ihn „Amani“, was soviel bedeutet wie Frieden. Ihre Peiniger entrissen ihr das Kind und jagten sie fort, denn sie wurde krank, konnte nicht mehr arbeiten.

Häufig finden die Vergewaltigungen öffentlich statt, vor der ganzen Dorfgemeinschaft, ihren eigenen Kindern, Ehemännern, Grossvätern. Sie bedienen sich auch glühender Gegenstände, Ängste, scharfem Werkzeug, Bajonetten oder Gewehrläufen. Der Unterleib der Frauen ist danach vollkommen zerstört. Frauen und Mädchen jeden Alters, sogar Babies, sind Opfer unvorstellbar grausamer sexualisierter Gewalt. Die zehnjährige Elisa ist seither inkontinent, sie kann weder Wasser noch Fäkalien halten und muss ständig Binden tragen. Sie alle leiden unter extremen Angstzuständen und fürchten, wieder in ihre Heimatdörfer zurückkehren zu müssen, dann nämlich wenn die medizinische Behandlung im Krankenhaus Panzi abgeschlossen ist.

Die Täter sind in Süd-Kivu vor allem Hutu-Milizen, die 1994 nach dem Völkermord in Ruanda im Nachbarland Kongo Zuflucht suchten.Sie finanzieren ihre Waffen mit der Ausbeutung von Rohstoffen. Denn die Provinz ist reich an Gold, an dem Zinnerz Kasserit und an Coltan, das für die Herstellung von Laptops und Handys verwendet wird. Das Ziel der Verbrecher: Terror, die Ausübung von Macht durch Erniedrigung, Demütigung und Zerstörung. Vergewaltigung wird dabei systematisch als Kriegswaffe eingesetzt.

Am 08. März um 20:00 Uhr im Infoladen, Leostr. 75.

Bundeswehr raus aus der Uni!

Für eine friedliche Universität Paderborn
Aufruf von ASTA, Infoladen, linksjugend [solid], pax christi, campus grün, attac, grüne jugend, Ini gegen den Krieg und Projektbereich Eine Welt Paderborn

Am 02.02.2013 veranstalten die Rotary Clubs Paderborn, die Agentur für Arbeit und E.ON den Job-Infotag für Schüler*innen der Jahrgangsstufen 10-12 an der Universität Paderborn. Im Rahmen dieser Veranstaltung will die Bundeswehr in drei Vorträgen im Hörsaal A3 gezielt bei minderjährigen Jugendlichen für den Dienst an der Waffe werben.

Die massive Werbekampagne der Bundeswehr steht sicherlich in Zusammenhang mit der Abschaffung der Wehrpflicht. Seit dem Beginn der Kampagnen steht die Bundeswehr für die Art und Weise ihrer Anwerbeversuche bei Jugendlichen bundesweit stark in der Kritik. Von Bundeswehrfreizeitcamps, in denen Jugendlichen ein kostenloser Urlaub mit „Abenteuern“ versprochen wird, über Anzeigen in Jugendzeitschriften scheint der Bundeswehr jedes Mittel der Verharmlosung recht, um neue Jugendliche zu werben. Dabei hat spätestens seit Kundus jeder in diesem Land begriffen, dass wir uns in Kriegseinsätzen befinden.

Doch auch um unabhängige Bildungseinrichtungen wie Schulen oder Universitäten macht die Bundeswehr schon lange keinen Bogen mehr. Bereits im November 2011 erschlich sie sich über einen dritten Anbieter Werbeflächen auf der Rückseite der Lesezeichen der Universitätsbibliothek. Nach Auskunft des Leiters der Bibliothek hatte die Bibliothek keine Kenntnis von der Werbeanzeige und die Lesezeichen wurden sofort aus den Auslagen entfernt.

Hinsichtlich der Werbeveranstaltung der Bundeswehr am 02.02. sieht sich die Universitätsleitung nicht in der Lage, die Veranstaltung noch abzusagen. Es hängt also an uns mit Protest die Anwerbung von minderjährigen Schüler*innen zum Dienst an der Waffe zu verhindern.

Deshalb kommt alle am Samstag, den 02.02. um 09:45 Uhr vor die Universitätsbibliothek. Lasst uns laut sein und zeigen, dass diese Uni friedlich ist und keinen Militarismus duldet!

Februar-Programm

Februar halt. Das Programm kann man hier betrachten: Programm 02/2013
Anmerkungen: nicht alle Veranstaltungen finden im Laden statt -> genau hingucken. Außerdem: AG Krise(npolitik) trifft sich nicht am 7. & 8., sondern am 7. & 21.2.

Ansonsten freuen wir uns wenn ihr mal vorbei schaut, bis die Tage!

Info-Abend des Projektes Sozialer Blütepunkt

Das Projekt Sozialer Blütepunkt ist der Versuch gemeinsam einen Ort zu gestalten, an dem Menschen zusammenkommen, um Strukturen zu schaffen, die es ermöglichen, weitestgehend herrschaftsfrei miteinander zu leben. Dazu wollen wir auf einem mehrere Hektar großen Gelände – im ländlichen Raum, aber in Großstadtnähe – ein Wohnprojekt aufbauen, welches aber weit über das gemeinsame Wohnen hinaus gehen soll.
Wir wollen uns gemeinschaftlich aktiv mit den bestehenden Herrschaftsverhältnissen auseinandersetzen. Das Projekt versteht sich als Freiraum für die dort lebenden Individuen, es soll jedoch keinen Versuch darstellen, eine Insel im System zu schaffen. Im Gegenteil: durch politisch aktive Gruppen im Projekt wollen wir unsere Umgebung, bis in den städtischen Raum hinein, mitgestalten. Zudem wollen wir versuchen anderen Menschen einen Einblick in unsere Lebensweise zu geben, mit uns in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen. Auch für Projekte im Projekt, wie bspw. Selbstversorgungsgruppe, soll es Raum geben.
Nachdem wir unser Selbstverständnis erarbeitet haben, wollen wir uns als Gruppe für weitere Individuen öffnen, die Interesse haben im Rahmen unseres Selbstverständnisses mit uns zusammen zu leben und zu wirken (bluetepunkt.noblogs.org/selbstverstandnis).
Es soll bei unserem Infocafé darum gehen, sich kennenzulernen und offene Fragen zu beantworten.

Mehr Infos: bluetepunkt.noblogs.org
Kontakt: sozialer-bluetepunkt@riseup.net

Am Freitag, den 22. Februar 2013 um 20h im Infoladen, Leostr. 75.

Der Genozid an den Armeniern im Ersten Weltkrieg

Wenige Tage vor dem Überfall auf Polen 1939 soll Adolf Hitler gesagt haben: „Wer spricht noch heute von der Vernichtung der Armenier?” Zeigte sich in dieser Aussage zum Schweigen über die Geschehnisse im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs Hitlers Bestärkung seiner Pläne zur Vernichtung der Juden? Wegen seines Ausmaßes gilt der Holocaust an den Juden während des Dritten Reichs als das größte und massivste Verbrechen gegen die Menschheit überhaupt. Weitgehend unbekannt ist hingegen der Genozid an den Armeniern in den Jahren 1915/16 während des Ersten Weltkriegs. Die Geschichtsschreibungen um diese Ereignisse sind aus verschiedenen Sichten äußerst kontrovers und widersprechen sich in vielen Darstellungen.
Um die Ereignisse von 1915/16 im Osmanischen Reich bezüglich der Armenier beurteilen zu können, wird zunächst der Begriff „Genozid“ definiert und anschließend die historische Entwicklung des türkischen Nationalsozialismus und deren Bestrebungen zur Gründung eines türkischen Großreiches dargestellt. Weiterführend sollen die Kontroversen um die Geschehnisse im Osmanischen Reich bezüglich der Armenier anhand ausgewählter Literatur diskutiert werden. Methodisch sollen dabei zunächst die Kontroversen dargestellt und die Quellen zu diesen Kontroversen analysiert und gegenübergestellt werden.

Am Freitag, den 15. Februar 2013 um 20h im Infoladen, Leostr. 75.

Topf & Söhne – Besetzung auf einem Täterort

Die Hausbesetzung auf dem ehemaligen Gelände der Erfurter Firma Topf & Söhne, die in der Zeit des Nationalsozialismus Krematoriumsöfen für Konzentrations- und Vernichtungslager hergestellt hatte, war in den 2000er-Jahren eines der bekanntesten linksradikalen Projekte in Deutschland. Das Buch will die Erfahrungen dieser Zeit festhalten. Mit Erzählungen und Analysen rekonstruieren wir gemeinsame Kämpfe und interne Streitigkeiten, sprechen mit anderen Beteiligten über Ratten und Debatten und bieten dazu einen Überblick über die Hausbesetzer_innenszene der 1990er-Jahre in Erfurt und die historische Bedeutung der Firma Topf & Söhne.
»Ich fand’s geil, dass wir auf dem Gelände mit dieser krassen Geschichte was gemacht haben, dass die Nutzung im NS rumgedreht hat. Die haben halt damals für Geld alles gemacht. Wir haben alles fast ohne Geld gemacht. Das fand ich den richtigen Umgang mit dem Gelände.«

Am Freitag, den 08. Februar 2013 um 20h im Infoladen, Leostr. 75