Zusätzlicher Termin im April!

Infoveranstaltung zur antikapitalistischen Demonstration am 30.04. in Bielefeld — Rebel with a cause – Fight capitalism 24/7

am kommenden Freitag, 19.4., 20:00Uhr im Infoladen, Leostr. 75 (nachfolgende Sendungen verschieben sich um etliche Minuten!)

Rebel with a cause – Fight capitalism 24/7

Aufruf zur antikapitalistischen Demonstration am 30.04. in Bielefeld

Link: kritikundintervention.org/artikel/rebel-cause-fight-capitalism-247

Die Krise des europäischen Kapitalismus ist im fünften Jahr angekommen. Nur in Deutschland erfreut man sich, „gestärkt aus der Krise“ (Merkel) hervorgegangen zu sein. Und das stimmt auch. Deutschland baut derzeit die EU nach seinen wirtschaftspolitischen Interessen aus. Der kapitalistische Reichtum Deutschlands ist jedoch auf dem Rücken der Lohnabhängigen in und außerhalb Deutschlands aufgebaut. Lohnverzicht, Kurz- und Zeitarbeit, staatlich organisierter Arbeitszwang (Hartz-IV), Minijobs und Kürzungen der Sozialleistungen, das sind die Konsequenzen der neoliberalen Sanierung des demokratischen Kapitalismus und der daraus resultierenden autoritären Sparpolitik für die Lohnabhängigen. Es mangelt nicht an einer „falschen“ Politik – der Kapitalismus und damit die für ihn konstitutive Form der Lohnarbeit ist die Krise des Lebens in Permanenz. Doch davon will niemand sprechen, erst recht nicht die DGB-Gewerkschaften, die unter dem zynischen Motto „Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa.“ am 1. Mai 2013 ihre Rolle als nationaler Sachverwalter der Interessen der Lohnabhängigen im Sinne des deutschen Kapitals zelebrieren. Mehr lesen

Vollversammlung

Wie sieht die Zukunft aus?

Es lässt sich alles überdenken und eigentlich braucht man auch ständig ne anständige Revolution!

Am Sonntag, den 28. April um 16:00h im Infoladen, Leostr. 75

Back to the Books!

offenes mit_lesen zum thema geschlecht und gesellschaft

bücherlesen ist privatsache … nicht heute abend. Im dia_log könnt ihr bücher, texte, comics etc. vorstellen und daraus vorlesen, die ihr in Hinblick auf Geschlecht und Gesellschaft lesenswert, schön, blöd, kritisch, provokant – in jedem fall diskutierwürdig – findet. Es kann aber auch einfach nur zu_gehört und mit_diskutiert werden. Wir freuen uns auf viel austausch!

Am Freitag, den 26. April um 20:00h im Infoladen, Leostr. 75

Die „Identitären“ – Neue Spielart der extremen Rechten

Die extreme Rechte hat viele Gesichter. Eine der neusten Bewegungen innerhalb dieser ist die ‚Identitäre Bewegung‘. Statt Hatecorekonzerten gibt es nun Flashmobs und statt eindeutigen Parolen ein Wischiwaschi, mit extra neu kreierten Wörtern.
0% links und 0% rechts wollen sie sein, lediglich identitär. Auf den zweiten Blick jedoch erkennt Mensch schnell einen stark islamophoben, völkisch rassistischen, Demokratie und multikultifeindlichen Hintergrund. Ob die aus Frankreich kommende Identitäre Bewegung auch das Potential hat, in Deutschland zu fruchten, Hintergrundinformationen und Perspektiven gegen diese zu arbeiten möchten wir euch gerne verstellen und anschließend gemeinsam diskutieren.
Besonders aktuell ist der Anlass der Veranstaltung, da auch in Paderborn versucht wird, die Bewegung zu etablieren.

Am Freitag, den 19. April 2013 um 20:00h im Infoladen, Leostr. 75

Fairtrade Town Paderborn

Seit dem Oktober 2010 wird in Paderborn darauf hin gearbeitet, den Titel „Fairtrade Town“ zu erlangen. Der Titel wird vom Verein Transfair Deutschland e.V. an Kommunen verliehen, die sich in besonderer Weise um die Förderung des Fairen Handels bemühen.

Dazu müssen 5 vorgegebene Kriterien erfüllt werden:

    1. Es liegt ein Ratsbeschluss vor, dass sich die Stadt auf den Titel bewirbt. Außerdem soll während der Sitzungen Fair Trade-Kaffee und ein weiteres Produkt gereicht werden.

    2. Es wurde eine Steuerungsgruppe gebildet, die die Aktivitäten koordiniert.

    3. Es gibt (in Paderborn) 25 Einzelhandelsgeschäfte und 13 Gastronomiebetriebe, die gesiegelte Produkte verkaufen bzw. ausschenken.

    4. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fair Trade-Produkte verwendet, und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel durchgeführt.

    5. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“

Mitinitiator der Initiative ist Ulrich Pietsch. Am Freitag wird er über aktuellen Stand bei der Umsetzt der Kriterien berichten und die Ziele der Kampagne herausstellen.


Am Freitag, den 12. April um 20:00h im Infoladen, Leostr. 75

Angela Davis – Eine Legende lebt

Eine Dokumentation über den Lebensweg der afroamerikanischen Frau, die für die USA eine Zeit lang Staatsfeindin Nr. 1 war, die in Berkeley bei Herbert Marcuse und in Frankfurt am Main bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno studierte. Sie war eine zentrale Persönlichkeit und Aktivistin in der Black Panther Party, Wissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Feminismus und afroamerikanische Politik und Kultur und ist immer noch politisch aktiv, zum Beispiel in der Kampagne zur Freilassung von Mumia Abu Jamal.

Christel Priemer hat an über vierzig Dokumentationen und Reportagen für die ARD, die Dritten Programme und das ZDF gearbeitet und lebt heute in München. Ingeborg Weber ist Journalistin in München mit dem Arbeitsschwerpunkt Frauen in aller Welt.

Am Freitag, den 5. April um 20:00h im Infoladen, Leostr. 75.

Offener Brief an Presse, VertreterInnen des Integrationsrates und VertreterInnen der Stadt Paderborn

Am Mittwoch, den 14.3.2013 haben wir mit Interesse den Artikel „Rote Karte für Rassismus“ im Westfälischen Volksblatt verfolgt, in dem berichtet wurde, dass der Integrationsrat sich für einen Gedenktag der Opfer der Pogrome von 1993 in Solingen ausgesprochen hat. Unsere anfängliche Freude wurde jedoch sehr schnell durch die Aussagen des Ratsmitgliedes Holger Budde (CDU), des Schuldezernenten Wolfgang Walter, sowie der des Bürgermeister Paus getrübt.
Zum einen stoßen wir uns an der Äußerung von Herrn Buddes), der für ein einmaliges Erinnern plädiert, da es ja bereits einen Gedenktag in Paderborn gebe. In unseren Augen handelt es sich bei den beiden Veranstaltungen um zwei völlig voneinander unabhängige Geschehnisse, denen man beiden gedenken muss! Die Veranstaltung am 9. November an der alten Synagoge lässt uns an die Opfer der Reichspogromnacht von 1938 und den Opfern des Nationalsozialismus gedenken. Die geplante Veranstaltung auf dem Rathausplatz hingegen gedenkt den Opfern der Pogrome von 1992/93 und den über 140 Menschen, die nach dem Nationalsozialismus von Nazis bzw. extrem Rechten ermordet wurden.

Des Weiteren finden wir es sehr bestürzend, dass gerade im Zusammenhang mit den Pogromen 1992/93 von Bürgermeister Paus und Wolfgang Walters gewünscht wird, die Begründung des Antrages sprachlich zu verhindern und somit das unausgesprochen zu lassen, was die Pogrome mit sich gebracht haben, nämlich vor allem einen Nachteil für Menschen, die nach Deutschland kommen und um Asyl bitten!

Die Mehrheit der Politik sah Deutschland 1992 durch einen „Staatsnotstand“ bedroht, da angeblich zu viele Asylberwerber*innen nach Deutschland kamen. Deshalb entschieden sich die Parteien CDU, CSU, SPD und FDP dafür Vorkehrungen zu treffen, um diesen Flüchtlingsstrom zu beenden. Als Ergebnis wurden ein Jahr später umfangreiche Verfassungsänderungen vorgenommen, die eine Einreise nach Deutschland erheblich erschweren sollten.
Nach den Pogromen von u.a. Rostock-Lichtenhagen entschied man sich also dagegen für die Sicherheit von den Menschen zu sorgen, die in diesem Land nach Schutz suchten. Stattdessen versuchte man den wütenden Mob zu beruhigen, in dem man die Grenzen für die Schutzbedürftigen verschloss.
Zu den Maßnahmen, die eine Einreise nach Deutschland verhindern sollen, gehört u.a. die „Drittstaatenlösung“. Diese besagt, dass Asylsuchende in dem Land einen Asylantrag stellen müssen, dass sie nach ihrer Fluch betreten, insofern dieses Land über ein sicheres Asylverfahren verfügt. Da Deutschland nur von „sicheren“ Ländern umgeben ist, ist es für Asylsuchende quasi unmöglich Deutschland als erstes „sicheres“ Land zu betreten. Eine weitere Neuerung ist, dass Bundestag und-rat definieren, in welchen Länder es politische Verfolgung gibt und in welchen nicht und wer somit das Recht hat zu fliehen und wer nicht. Da kann man berechtigterweise in einem gewissen Rahmen von einem völkischen Staatsverständnis reden, in dem nicht alle willkommen sind, die hier sein möchten, sondern nur solche, die der Staat sich aussucht.

Generell befürworten und unterstützen wir die Idee, einen Gedenktag für alle Opfer rechter Morde zu etablieren, wie unter anderem von der DIP gefordert, da es sich nicht um ein vergängliches Phänomen handelt, sondern regelmäßig passieren kann und auch in Zukunft leider nicht abwegig zu sein scheint.

Mit freundlichen Grüßen
BDP Infoladen Paderborn

Stellungnahme zur Veranstaltung mit Back Up am 22.3.2013

Warum der Infoladen Paderborn eine Veranstaltung mit der Beratungsstelle Back Up organisiert

Nachdem wir bereits im letzten Jahr die Anfrage der Beratungsstelle Back Up erhielten, die sich in einem Vortrag bei uns im Laden vorstellen wollten, fanden wir dies zunächst total gut, da es unserer Meinung nach aufgrund der zahlreichen Naziüberfälle nicht genügend Beratungsstellen geben kann. Da es allerdings terminlich im letzten Jahr auf beiden Seiten ein wenig eng wurde, haben wir uns dazu entschlossen in diesem Jahr eine Veranstaltung zu machen.
Als uns nun Anfang diesen Jahres die ersten kritischen Nachrichten über Back Up und vor allem über ihre wissenschaftliche Leiterin Claudia Luzar erreichten, stellen wir uns ebenfalls die Frage, ob wir die Veranstaltung machen möchten oder nicht. In unserem Plenum kamen wir zum Entschluss die Veranstaltung für eine kritische Diskussion zu nutzen. Da Frau Luzar an den Terminen nicht selbst vor Ort sein wird, ist für uns primär interessant, was die Menschen uns erzählen, die da sein werden, wie sie zu den verschiedenen Vorwürfen stehen und wie sie sich ihre Arbeit in Zukunft vorstellen, wenn sie z.B. Aussteiger*innen und Opfer an ein und demselben Ort beraten. Wie stehen sie zu den hilfreichen „Tipps“ ihrer „Chefin“ für Nazis? Wie kann es sein, dass ein Menschen, der sich wissenschaftlich mit diesem Thema befasst, Opfern leichtsinnig rät sofort und in jedem Fall zur Polizei zu gehen, egal was für einen Hintergrund das Opfer vielleicht mit sich bringt?
In diesem Sinne möchten wir natürlich auch kritische Stimmen zu der Veranstaltung einladen und dies als Gelegenheit nutzen den Verantwortlichen ein wenig auf den Zahn zu fühlen.
Für (kritische) Anregungen, Ideen oder Fragen eurerseits sind wir natürlich immer zu haben.