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Diskussionsrunde: „Arschlöcher müssen draußen bleiben?“

Dezember 14 @ 18:00 - 21:00

kostenlos

 

Schutzräume und damit zusammenhängend selbstverständlich auch die Entwicklung von Schutzraumkonzepten bleiben besonders in dieser Zeit des nahezu globalen Rechtsrucks ein wichtiges Thema. Nicht nur, dass sie von Rassismus, Sexismus oder beispielsweise auch von Antisemitismus betroffenen Menschen safe spaces bieten, in welchen sich diese Menschen von Diskriminierung und Angst befreiter bewegen können, auch ermöglicht ein feststehendes Regelwerk im Falle eines Übergriffes oder einer für eine Person unangenehmen Situation Rückhalt. Auf diese Weise können Menschen Handlungsspielräume eröffnet und Durchsetzungsmöglichkeiten geschaffen werden, die ohne einen so bestehenden Konsens nicht möglich wären. Darüber hinaus können sie auch ein Medium sein, um Menschen eine Basis für ein solidarisches, angstfreies und respektvolles Miteinander aufzuzeigen und sie für bestimmte Situationen und Verhaltensweisen zu sensibilisieren.
Auf der anderen Seite werden Schutzräume auch immer wieder kritisiert. Sie seien Utopien, die so wie sie konzipiert worden seien, niemals umgesetzt werden könnten, würden Menschen bestimmter Gruppen unter Generalverdacht stellen und ihnen so die Möglichkeit nehmen, zu einem aufkommenden Konflikt Stellung zu nehmen. Darüber hinaus wird ebenso angemerkt, dass Schutzräume immer schon auf bestimmte Privilegien bauten, da es diese bräuchte, um Schutzräume überhaupt erst zu etablieren. Weiterhin wird ebenso hervorgehoben, dass Schutzräume immer auf der anderen Seite eine Art Ausschluss nach sich zögen, sodass nicht für Diskriminierung sensibilisierte Menschen per se ausgeschlossen und so die Räume zu elitären Treffpunkten würden, welche logisch statt Integration und Bildungsarbeit immer über Exklusion funktionierten.
Die eben kurz angeschnittenen Punkte verdeutlichen sowohl die verschiedenen Diskussionen um Schutzraumkonzepte als auch die Diskrepanz zwischen dem Wunsch möglichst viele Menschen zu integrieren, ihnen ein respektvolles und solidarisches Miteinander vorzuleben und dem Ausschluss der als Kehrseite des Schutzes entsteht und so gerade nicht zur Sensibilisierung beträgt. Wie kann ein Mittelweg zwischen der im Vordergrund stehenden Awareness der von Diskriminierung betroffenen Menschen und einer Möglichkeit des Mitnehmens von in diesem Maße noch nicht sensibilisierten Menschen gelingen? Dieser Frage soll nach einem kleinen Input innerhalb dieser Veranstaltung Raum gegeben werden.

Details

Datum:
Dezember 14
Zeit:
18:00 - 21:00
Eintritt:
kostenlos
Veranstaltungkategorie:

Veranstaltungsort

Infoladen Paderborn
Leostr. 75
Paderborn, NRW 33098 Deutschland

Veranstalter

Antifa Kritik & Praxis
E-Mail:
antifa_paderborn@riseup.net
Website:
http://www.antifa-paderborn.de/