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Abschottung, Ausgrenzung und Abschiebung – Was bedeutet Kirchenasyl in der Praxis?

Januar 24 @ 18:30 - 21:00

kostenlos

  • 18:30 Vortrag Benedikt Kern
  • 19:45 Gesprächsrunde, Vernetzung & Diskussion

Benedikt Kern vom Netzwerk Kirchenasyl Münster trägt vor:

Im „Sommer der Migration 2015“ gab es in Deutschland eine Welle der Solidarität, die viele Menschen in der Zivilgesellschaft in Bewegung gebracht hat. Seitdem ist allerdings das Asylrecht massiv eingeschränkt worden, die Grenzen geschlossen und die Abschiebemaschinerie auf Hochtouren.

Besonders die innereuropäischen Abschiebungen nach der Dublin-Verordnung in die Einreiseländer werden immer konsequenter durchgesetzt – mit der Folge, dass immer mehr Geflüchtete ohne Perspektiven in den EU-Grenzländern in die Obdach- und Arbeitslosigkeit gedrängt werden.

Für viele Menschen ist dies der Anlass dazu, Geflüchtete entschieden zu schützen. Eine Möglichkeit hierfür ist die oftmals letzte Chance des Kirchenasyls: Die angespannte
Abschiebepraxis hat im letzten Jahr dazu geführt, dass es immer mehr Kirchenasyle gibt, um Abschiebungen zu verhindern. In NRW gibt es derzeit ca. 80 Kirchenasyle mit
über 100 Schutzbedürftigen. Doch diese Praxis des zivilen Ungehorsams von Kirchengemeinden ist zugleich immer umkämpfter – nicht erst durch den Scharia-Vergleich des Innenministers de Maizière. Dass diese solidarische Praxis dennoch aufrecht erhalten wird, hat einen triftigen Grund: es geht um nichts geringeres als den Schutz von Menschenrechten, die in Europa durch Abschottung, Ausgrenzung und Abschiebung ganz besonders gefährdet sind…

Details

Datum:
Januar 24
Zeit:
18:30 - 21:00
Eintritt:
kostenlos
Veranstaltungkategorie:

Veranstaltungsort

Forum St. Liborius
Krumme Grube 3
Paderborn, NRW 33098 Deutschland
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