Stellungnahme zur Veranstaltung mit Back Up am 22.3.2013

Warum der Infoladen Paderborn eine Veranstaltung mit der Beratungsstelle Back Up organisiert

Nachdem wir bereits im letzten Jahr die Anfrage der Beratungsstelle Back Up erhielten, die sich in einem Vortrag bei uns im Laden vorstellen wollten, fanden wir dies zunächst total gut, da es unserer Meinung nach aufgrund der zahlreichen Naziüberfälle nicht genügend Beratungsstellen geben kann. Da es allerdings terminlich im letzten Jahr auf beiden Seiten ein wenig eng wurde, haben wir uns dazu entschlossen in diesem Jahr eine Veranstaltung zu machen.
Als uns nun Anfang diesen Jahres die ersten kritischen Nachrichten über Back Up und vor allem über ihre wissenschaftliche Leiterin Claudia Luzar erreichten, stellen wir uns ebenfalls die Frage, ob wir die Veranstaltung machen möchten oder nicht. In unserem Plenum kamen wir zum Entschluss die Veranstaltung für eine kritische Diskussion zu nutzen. Da Frau Luzar an den Terminen nicht selbst vor Ort sein wird, ist für uns primär interessant, was die Menschen uns erzählen, die da sein werden, wie sie zu den verschiedenen Vorwürfen stehen und wie sie sich ihre Arbeit in Zukunft vorstellen, wenn sie z.B. Aussteiger*innen und Opfer an ein und demselben Ort beraten. Wie stehen sie zu den hilfreichen „Tipps“ ihrer „Chefin“ für Nazis? Wie kann es sein, dass ein Menschen, der sich wissenschaftlich mit diesem Thema befasst, Opfern leichtsinnig rät sofort und in jedem Fall zur Polizei zu gehen, egal was für einen Hintergrund das Opfer vielleicht mit sich bringt?
In diesem Sinne möchten wir natürlich auch kritische Stimmen zu der Veranstaltung einladen und dies als Gelegenheit nutzen den Verantwortlichen ein wenig auf den Zahn zu fühlen.
Für (kritische) Anregungen, Ideen oder Fragen eurerseits sind wir natürlich immer zu haben.

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